So, 13. Januar 2019

(Un-)Learning Place – Öffentliches Programm

knowbotiq | manYdancing the molecular ornaments | © knowbotiq

knowbotiq | manYdancing the molecular ornaments | © knowbotiq

Während der Opening Days zu seinem neuen Langzeitprojekt Das Neue Alphabet bietet das HKW vom 9. bis zum 13. Januar 2019 Raum für Versammlungen, Diskussionen und Workshops – in einem einzigartigen (Un-)Learning Place.

Ausgehend von der Annahme, dass die Gegenwart von einer Krise der etablierten epistemisch-politischen Ordnung geprägt ist, sucht der (Un-)Learning Place nach Strategien zur Orientierung in den inhärenten Klassifizierungs- und Ordnungssystemen von Archiven, Bibliotheken, Museen, institutionellen Architekturen und Netzwerken und liefert Ansätze, Forschung in künstlerischen, ortsspezifischen, poetischen oder körperlichen Praktiken zu situieren, zu verhandeln oder zu (ver-)lernen. In Zusammenarbeit mit acht unabhängigen Kurator*innen-, Aktivist*innen- und Künstler*innenkollektiven bietet der (Un-)Learning Place seinen 80 internationalen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, neue Strategien der interdisziplinären Forschung sowie potenzielle, fächerübergreifende Kollaborationen in fünf Bereichen zu erproben: The Untranslatability of Translation, (Un-)Archiving, Against the Digital?, Molecular Bodies, Spaces of Theory. Am Sonntag endet dieser Campus mit einer öffentlichen Abschlussdiskussion und einer Performance von knowbotiq.

Mit ASSET Production Studio, diffrakt – centre for theoretical periphery, Each One Teach One (EOTO) e.V., knowbotiq, Raumlabor Berlin, Tactical Technology Collective, Telekommunisten, Gigi Argyropoulou (Wissenschaftler und Kurator), Gilly Karjevsky (Kurator), Nicoline van Harskamp (Künstlerin), den Teilnehmenden des (Un-)Learning Place und vielen Gästen.

(Un-)Learning Place kuratiert von Boris Buden und Olga von Schubert

Szenographie: Raumlabor Berlin

Programm

13.30–15h
Öffentliches Plenum (Un-)Learning Place
Diskussion

Am Sonntag öffnen die Teilnehmer*innen des fünftägigen (Un-)Learning Place ihr Plenum für die Öffentlichkeit, um Einblicke in ihre Workshops zu geben und die in der Woche verfolgten Fragestellungen weiter zu diskutieren: Was sollte ver-lernt werden und wie sind Institutionen des Ver-Lernens zu denken? Wie sollte die New Alphabet School (2019-2021) am HKW aussehen, um aktivistische, künstlerische und wissenschaftliche Praxen ihrer Teilnehmer*innen zu ermöglichen und zu erweitern? Welches Verhältnis zwischen aktiven Beitragenden und der Öffentlichkeit soll sich in der School artikulieren? Das Plenum wird von den Teilnehmer*innen des (Un-)Learning Place geleitet und moderiert.

15–16h
manYdancing the molecular ornaments
knowbotiq (Künstler*innenkollektiv), Claudia de Serpa Soares (Tänzerin), Nicolas Buzzi (Musiker, Komponist), Lamin Fofana (Künstlerin und DJ)
Kollektive, partizipative Tanzperformance

In einer Gegenwart, in der algorithmische Kontrollmechanismen und Biotechnologien Körper fragmentieren und molekularisieren, lädt die Performance dazu ein, sich mittels tragbarer Körperprothesen und rhythmischer Klangmuster temporär zu „undisziplinierten“ Kollektivkörpern und Körperlandschaften zu verbinden.

manYdancing the molecular ornaments ist eine Produktion von production e. V.,. and gefördert von Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung