Das Anthropozän am HKW


Ab 2013

Das Anthropozän ist aus gegenwärtigen Debatten nicht mehr wegzudenken. Im neuen Erdzeitalter ist der Mensch zur Naturkraft geworden. Er schreibt sich in die geologischen Tiefenschichten des Planeten ein.

Aus der Intention heraus, einen Diskurs zu Fragen der Gegenwart und Zukunft des Planeten im deutschsprachigen Raum zu eröffnen beschäftigt sich das HKW seit 2013 mit dem Anthropozän. Derzeit widmen sich Akteur*innen aus Kunst, Forschung und Zivilgesellschaft dem Mississippi als exemplarische Topografie des Anthropozäns. Bis 2019 entwickeln sie im Forschungsprojekt Mississippi. An Anthropocene River entlang des Flusslaufs lokale Zugänge zu globalen Veränderungen.

Das Anthropozän-Projekt war 2013 der Auftakt für die Auseinandersetzung des HKW mit dem neuen Erdzeitalter. Mit Ausstellungen, Performances oder Workshops lotete es in einem zweijährigen Forschungsprojekt die kulturellen, sozio-ökonomischen und politischen Implikationen des Anthropozäns aus. Das Anthropocene Curriculum erprobt seitdem Wege für eine transdisziplinäre Wissens- und Bildungskultur und neue Methoden der Vermittlung, die den Herausforderungen des Anthropozäns gerecht werden. Die Website www.anthropocene-curriculum.org bildet den aktuellen Stand der Forschung ab und macht die Ergebnisse des Prozesses öffentlich zugänglich.

Der Campus 2014: The Anthropocene Issue identifizierte die „Technosphäre“ als geeignetes Beschreibungsmodell für die anthropozänen Dynamiken heraus: Die anthropozäne Welt ist von Pipelines, Autobahnen, Flughäfen, Strom-und Datennetzen geprägt. Durch diese Infrastrukturen hat sich ein neues Verhältnis des Zusammenwirkens natürlicher Umwelten mit soziotechnischen Kräften manifestiert. Seit 2015 bringt das Forschungsprojekt Technosphere Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und gesellschaftliche Akteur*innen miteinander ins Gespräch und setzt sich mit dem Dilemma global wirksamer Technologien auseinander.

Aktuell

Ressourcen

Vergangene Projekte

Campus 2014 & 2016

Wie verändert das Anthropozän wissenschaftliche Zugänge zur Welt? Für zwei Ausgaben des Anthropocene Campus entwickelten internationale Lehrende und Forschende aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst und Architektur exemplarische Lehrprogramme „erdverbundenen Wissens“. Zusammen mit je 100 ausgewählten Nachwuchswissenschaftler*innen und Kulturschaffenden erprobten sie diese in experimentellen Lehrformaten.