Anthropocene Curriculum


seit 2013

Um die komplexen Transformationsprozesse des Anthropozän versteh- und gestaltbar zu machen, bedarf es einer gemeinschaftlichen und radikal transdisziplinären Praxis der Wissensproduktion und -vermittlung. Es gilt, neue Formen und Methoden der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kunst und bürgerschaftlichem Engagement zu erproben und zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin und weiteren Partnern weltweit entwickelt das HKW seit 2013 in einer Vielzahl von Formaten kontinuierlich das Anthropozän-Curriculum, ein stetig wachsender Korpus aus experimentellen Forschungsfragen und -designs, Feldforschungen, Bildungs- und Kollaborationsformaten.

Als exemplarischer Modellkurs wurde das Curriculum erstmals in den mehrtägigen Campus-Veranstaltungen Anthropocene Campus (2014) und Anthropocene Campus: The Technosphere Issue (2016) am HKW erprobt. Seitdem wurde das Campusformat von einer Vielzahl internationaler Projektpartner übernommen und mit eigenen Schwerpunktsetzungen durchgeführt. Vorläufiger Höhepunkt des Anthropocene Curriculum war das Projekt Mississippi. An Anthropocene River (2018-2019), das in einer Reihe von Field Stations den Mississippi als anthropozäne Landschaft beispielhaft lesbar machte.

Zentrales Element aller Anthropocene Curriculum-Aktivitäten ist die Forschungsplattform anthropocene-curriculum.org, auf der das internationale Netzwerk kontinuierlich Forschungsprojekte entwickelt, diskutiert und dokumentiert.

Als nächste Anthropocene Curriculum-Veranstaltung erkundet The Shape of a Practice im Herbst 2020 lokale Zugänge zu den planetarischen Transformationsprozessen des Anthropozän entlang konkreter Praktiken.

Vergangene Projekte

Campus 2014 & 2016

Wie verändert das Anthropozän wissenschaftliche Zugänge zur Welt? Für zwei Ausgaben des Anthropocene Campus entwickelten internationale Lehrende und Forschende aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst und Architektur exemplarische Lehrprogramme „erdverbundenen Wissens“. Zusammen mit je 100 ausgewählten Nachwuchswissenschaftler*innen und Kulturschaffenden erprobten sie diese in experimentellen Lehrformaten.