© Koki Tanaka
Bild: Koki Tanaka

14.–16.10.2022

Where is the Planetary?

A Gathering | In Zusammenarbeit mit Koki Tanaka

Practices und Gespräche

Auf Englisch

14.–16.10.2022
Auditorium

Eintritt frei

Die Veranstaltung wird gefilmt.

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Wie kann eine gemeinsame planetare Praxis entstehen, die ein gelingendes Zusammenleben auf der Erde ermöglicht?

Welche Weltbilder liegen dem politischen und gesellschaftlichen Umgang mit der Krise des Erdsystems zugrunde? Wie kann die Vielfalt der Weltzugänge in eine gemeinsame planetare Praxis zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen überführt werden?

Where is the Planetary? ist die gemeinschaftliche Suche nach einem Modell für ein gelingendes Zusammenleben auf der Erde. Entlang von fünf zentralen Fragen wagen Forscher*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen das Experiment, aus der Vielzahl der Perspektiven Handlungsfähigkeit entstehen zu lassen:

What are the conditions for habitability?
How can habilitability be measured?
What planetary damage can be repaired?
Who gets to decide what actions are taken?
How do we tell planetary stories?

Der Künstler Koki Tanaka hat zu jeder Frage ein experimentelles Setting entworfen. An drei Tagen wird das HKW zum Proberaum für planetare Praxis. Wesentlicher Bestandteil von Koki Tanakas Versuchsanordnungen ist die Präsenz der Kamera. In Zusammenarbeit mit dem Filmkollektiv TINT unterbricht der Künstler kontinuierlich die Selbstverständlichkeit der Abläufe und lenkt den (Kamera-)Blick auf die konkreten Gesten des Zusammenseins. Vor diesem Hintergrund entwickeln die Teilnehmer*innen kollaborative Handlungsweisen, die nicht nur die erdsystemischen Prozesse des Planeten berücksichtigen, sondern auch die kosmologischen Voraussetzungen seiner Bewohner*innen. Ohne neue Unversalismen anzustreben, aber mit dem Mut, sich ein Komposit verschiedener, auch divergierender Weltbezüge vorstellen zu können. Where is the Planetary? stellt die alte Frage „Wie zusammen leben“ unter planetare Vorzeichen und setzt einem reduktiven Menschenbild ein plurales „Menschsein als Praxis“ (Sylvia Wynter) entgegen.

Im Rahmen von Evidenz & Experiment und Das Neue Alphabet