Do., 02. September 2021

#Transmitting: Workshops

https://giphy.com/gifs/vhs-glitchart-feedback-3o6vXSCHXrkT97HR1S | Via @ jamopi

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Donnerstag, 02.09.

13–16h OESZ (Rafah)
28 magazine gallery, Rafah
Workshop, mit Anmeldung
Offene Sprache
Mit Mohammed Alzaqzouq und Raed Eshneoura

Führt eine offene Welt zu einer offenen Sprache? In welchem Ausmaß reagiert sie auf ihr Umfeld? Wie formt sich das Verhältnis zwischen Individuum und Sprache? Der Workshop untersucht poetische Modelle, die aus der Isolationserfahrung junger Autor*innen in Gaza entstanden sind. Im Unterschied zu früheren Generationen, die eher eine kollektive als eine individuelle palästinensische Erfahrung zum Ausdruck bringen wollten, beziehen sich junge Autor*innen heute kaum noch auf diese literarische Tradition. Als sie zu schreiben begannen mussten sie sich entscheiden – zwischen einem Neuanfang mit einer Sprache, die ihre eigenen Erfahrungen widerspiegelt oder der Wiedergabe einer Sprache aus der Zeit vor ihnen. Der Workshop geht einer neuen Sprache als Möglichkeit nach und untersucht gemeinsam mit den Teilnehmenden die Schnittstelle zwischen linguistischer Tradition und sprachlicher Realität sowie literarische Genres, die über gegebene Formen hinwegfinden müssen, um sowohl die Bedeutung als auch die Vorstellung einer offenen Sprache zu erneuern. Welche neue Sprache kann die eigenen Erfahrungen wiedergeben und wo lässt sie sich aufspüren?

16.00–18.30h MESZ (Berlin) / 17.00–19.30h OESZ (Rafah)
Workshop im HKW, mit Anmeldung
Ver–Missung: Wege nach Jerusalem
Mit Nahed Mansour und Maiada Aboud

Millionen arabischsprachiger Menschen, vor allem junge Menschen in Gaza, sehnen sich nach Jerusalem. Eine paradoxe Situation; die Stadt ist so nah und für sie trotzdem unerreichbar. Der Workshop entwirft eine virtuelle Plattform möglicher Visionen zur Überwindung von politischen und geografischen Grenzen – durch geteilte Vorstellungen, zerstörte Mauern und private oder kollektive Erinnerungen. Die Teilnehmenden bringen einen Text, einen Clip, eine Videoaufnahme oder ein Gedicht mit, um von ihren tatsächlichen oder fiktiven Wegen nach Jerusalem zu erzählen. Das gesammelte Material macht eine fiktive Landkarte der persönlichen Wege der Bürger*innen Gazas sichtbar. Inwiefern können virtuelle Realitäten und Fiktion dabei helfen, Interaktion zwischen den palästinensischen Gebieten und darüber hinaus zu verbessern? Können sie im Angesicht der gegenwärtigen politischen Barrieren ein Instrument für einen beharrlichen Widerstand sein?
Zur Diskussion steht die Frage, wie Sehnsüchte und Erreichbarkeit vermittelt werden können. Die Performancekünstlerin Maiada Aboud stellt palästinensische feministische Künstler*innen wie Rana Bishara, Larissa Sansour und Raeda Saadeh vor, die in ihren Arbeiten die Verbindung von imaginären Räumen, politischer Identität und Zugehörigkeit erforschen.

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