Fr., 03. September 2021

#Transmitting: Workshops

https://giphy.com/gifs/vhs-glitchart-feedback-3o6vXSCHXrkT97HR1S | Via @ jamopi

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Freitag, 03.09.

12–15h MESZ (Berlin) / 13–16h OESZ (Rafah)
Workshop im HKW und online, mit Anmeldung
Welten mit Worten transportieren: Lyrik als Topos von Transfer, Transformation und Trennung
Mit Louis M. Berger, Tomás Cohen und Jacob Veidt
Gast: Ghayath Almadhoun

Vorab-Online-Workshops:
Freitag, 20.08. 12–15h MESZ (Berlin) / 13–16h OESZ (Rafah)
Freitag, 27.08. 12–15h MESZ (Berlin) / 13–16h OESZ (Rafah)

Der Begriff der Übermittlung („transmission“) meint sowohl im technischen als auch im kulturellen und zwischenmenschlichen Sinn verschiedene Übertragungsweisen, Übersetzungen und Interaktionen, die den Austausch zwischen Individuen mit unterschiedlichen Hintergründen und Aufenthaltsorten möglich machen. Dieser Austausch hat jedoch immer auch Grenzen. Das Sich-Verstehen ist ein von Missverständnissen geprägter Prozess. Während die Kommunikation quer über den Globus technisch gesehen noch nie so einfach wie heute ist, sind die Differenzen zwischen den Lebensrealitäten nur bedingt zu vermitteln. Trotzdem überwiegt der Wunsch, sich verstehen zu können und Unmöglichkeiten zu überwinden, sei es durch Freundschaft, intellektuellen Austausch, Kunst, Empathie oder Solidarität. In drei Online-Sitzungen diskutiert der Workshop Transfers und ihre Formen – sowohl in persönlichen Erfahrungen als auch in akademischen und künstlerischen Praxen. Neben bedeutenden Werken interdisziplinärer Forschung wird die Übertragung, als Metapher und technischer Begriff, Ausgangspunkt der zwei Online-Sitzungen sein. Online-Workshop 1 wird sich mit den Unmöglichkeiten und Online-Workshop 2 mit den Möglichkeiten von Übertragungen befassen. Quellen werden theoretische, vor allem aber zeitgenössische und historische lyrische Texte sein. Im Rahmen der letzten Sitzung (Online-Workshop 3) findet eine Lesung des Dichters Ghayath Almadhoun statt, gefolgt von einem gemeinsamen Gespräch über seine Arbeit.

16–20h MESZ (Berlin) / 17–21h OESZ (Rafah)
Workshop im HKW, mit Anmeldung
Klang und Zeugenschaft
Mit Carolina Mendonça und Esther Poppe

Die Stimme – das ursprüngliche Übertragungsmedium – steht für eine faszinierende Instabilität zwischen Innen und Außen, Materialität und Immaterialität, Körper und Körperlosigkeit. Die Stimme und ihr Potenzial als politisches Instrument stehen im Zentrum des Workshops. Es geht um eine Erkundung und Erprobung der Scores der Klangmeditationen Pauline Oliveros', des Klanges als Vibration, und um die Frage, wie man sich auf die Stimme der anderen einlässt. Mit dem Einsatz der Stimme(n) wird die Bedeutung von Übertragung als erfolgreiche Kommunikation einer Bedeutung oder Mitteilung durch eine brüchigere und fragilere Auffassung von Übertragung ersetzt: die Verkörperung von Tönen, von Energie, Dichte, Temperatur und Reiz. Der Workshop verfolgt eine Neubewertung des Körperlichen, um auf Gewissheiten zu verzichten und alternative Narrativen hörbar zu machen.
Aus verschiedenen Elementen, Fragmenten und Texten (unter anderem von Brandon LaBelle, Georges Perec, Noor Abuarafeh, Bhanu Kapil, Moyra Davey) entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam intertextuelle Kompendien und Collagen über das Lesen, den Klang und den Raum.

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