Do, 24. Juni 2021 — Sa, 26. Juni 2021

#Instituting

Mit Stefano Harney, Fred Moten, ruangrupa

© Kostas Tzimoulis

© Kostas Tzimoulis

Wie können Prozesse der Selbstorganisation und des kollektiven Handelns heute aussehen? Inwiefern können sie öffentliche Prozesse gesellschaftlicher Improvisation beeinflussen? Und wie können solche Formen des „Instituting“ andere Institutionen schaffen? Im Dialog mit praktischen und theoretischen Positionen wird „Instituting“ als offener, flüchtiger und damit permanenter Prozess gedacht, der ständig nach neuen Wegen der Interaktion mit den spezifischen sich herausbildenden Begrenzungen des Hier und Jetzt sucht. In ihrem Buch Now (2017) argumentiert das Invisible Committee, dass „wir in Wirklichkeit nicht Institutionen, sondern Formen brauchen... Alles was lebt ist allein Form und Interaktion von Formen.“ Wie lässt sich an der Untersuchung dieses Prozesses ansetzen, an dieser sich entwickelnden Mutation und Neudefinition von Formen als sozialer Improvisation, die mit den aufkommenden Vorstellungen und Fantasien eines lebbaren Lebens eng verwoben sind?

Fred Moten und Stefano Harney halten einen gemeinsamen Vortrag über „Instituting“ und seine Verbindung mit den Undercommons, außerdem sprechen sie über ihre aktuelle Arbeit, u. a. an dem Buch All Incomplete. Farid Rakun und Andrea Linnenkohl, Teil des Künstler*innenkollektivs ruangrupa, halten einen partizipativen Vortrag über Aspekte von „Instituting“, die im Rahmen ihrer kollektiven Praxis bedeutend sind.

Kuratiert von Gigi Argyropoulou in Zusammenarbeit mit Eight/Το Οχτώ und dem Goethe-Institut Athen