The Whole Life Congress Berlin


Do., 24. März 2022 — Sa., 26. März 2022

Wie beeinflussen Archive gegenwärtige gesellschaftliche Realitäten? Wie lässt sich eine dekoloniale Archivpraxis im digitalen Raum realisieren? Und wie können Archive alternative Ideen von Zukunft ermöglichen?

Ausgehend von verschiedenen künstlerischen Positionen reflektiert der Whole Life Congress Berlin Archive als Orte von Gegenerzählungen und beleuchtet die vielfältigen Verknüpfungen von Archiven und Gesellschaft: Archive sind in ein gesellschaftliches Umfeld eingebettet und Teil kultureller und politischer Diskurssysteme. Archivar*innen extrahieren nicht bloß zeitgenössisches Wissen aus Vergangenem, sondern erzählen vielmehr Geschichten über zukünftiges Wissen. Archive sind somit zweierlei: Orte der Konservierung, Wiederholung und Rekonstruktion, in denen etwa imperiale Denkweisen der Vergangenheit in die Zukunft verlängert werden, und Orte potenzieller Zukunftsentwürfe. Wie lassen sich hegemoniale Kontinuitäten in Archivkontexten offenlegen und wie bilden sich soziale Realität darin ab? Der Kongress erkundet alternative archivarische Technologien, Erzählformen und Zukunftsszenarien.

Mit künstlerischen Positionen von Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Chto Delat, Tony Cokes, Assaf Gruber, Hannah Hurtzig, Doreen Mende, Olaf Nicolai, Clarissa Thieme & Charlotte Eifler u. a.

Mit Beiträgen von Bini Adamczak, Amanda Boetzkes, Nanna Bonde Thylstrup, Ines Schaber, Shela Sheikh, Oxana Timofeeva, Kathryn Yusoff u. a.

Der erste Kongress fand im Rahmen von Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit im Mai 2019 in Dresden statt.

Im Rahmen von Das ganze Leben. Ein Archiv-Projekt

Panels, Vorträge, Installationen, Screenings, Performances

24.–26.03.2022

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