Archiv der Flucht


Do, 30. September 2021 — Di, 04. Januar 2022

 

Welche Formen des Erinnerns braucht es in heutigen Einwanderungsgesellschaften? Das Oral-History-Projekt betrachtet die Erinnerungen nach Deutschland migrierter Menschen als integralen Bestandteil deutscher Nachkriegsgeschichte und bewahrt sie vor dem Vergessen und Verdrängen. Ein digitaler Gedächtnisort versammelt 50 Videointerviews mit Menschen, die in den letzten 70 Jahren in die Bundesrepublik oder die DDR eingewandert sind: Sie erzählen von Heimat und Exil, von dem, was Einwanderung bedeutet – und sie bezeugen eine vielschichtige, aufregende Erzählung der Geschichte dieses Landes. Im Online-Archiv werden diese Geschichten der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich und für die politische Bildung und Migrationsforschung nutzbar gemacht. Anlässlich seiner Veröffentlichung sind die Videointerviews erstmals in einer Installation zu sehen. In Workshops mit Schüler*innen und Lehrer*innen werden politische Bildungsprojekte initiiert und während der Konferenz diskutieren Theoretiker*innen und Aktivist*innen Fragen entlang des Online-Archivs und die Notwendigkeit eines pluralen Gesellschaftsverständnisses.

Kuratiert von Carolin Emcke und Manuela Bojadžijev

Online-Archiv, Installation, Konferenz, Workshops

30.09.2021–04.01.2022

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