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Das Leben des Vernon Subutex

Virginie Despentes | Claudia Steinitz

„Er hat zugesehen, wie alles den Bach runterging, erst war es in Zeitlupe, dann legte der Absturz an Tempo zu. Aber Vernon hat weder die Gleichgültigkeit noch die Eleganz aufgegeben.“

Das Leben des Vernon Subutex

Das Leben des Vernon Subutex

Jurykommentar:

Vernon Subutex, einst Plattenverkäufer und Mitglied der Pariser Kulturfauna, landet auf der Straße. Sein Charme ist ihm noch nicht ganz abhandengekommen, doch auf die „alten Freunde“, die er nacheinander anschnorrt, wirkt er wie ein Brennglas ihrer eigenen Lebenslagen. Ob Bobo, Porneuse, Produzent, Erbe, Obdachlose – im Spätkapitalismus ist kein Freiraum mehr für Lebenskünstler. Virginie Despentes lässt in ihrem bitterbösen satirischen Roman ihre Figuren musizieren, räsonieren, jammern und ätzen – und Claudia Steinitz gestaltet auf Deutsch die verschiedenen Tonlagen rasant und zum Gruseln glaubwürdig. – Katy Derbyshire

Virginie Despentes | © JF Paga

Virginie Despentes | © JF Paga

Autorin: Virginie Despentes

Virginie Despentes, geboren 1969, wurde bereits mit ihrem Debütroman Baise-moi – Fick mich (2002), der in Frankreich verfilmt wurde, einem großen Publikum bekannt. Seither hat sie mehrere Romane veröffentlicht. Für Apocalypse Baby erhielt sie 2010 den renommierten Prix Renaudot, ihr Roman Vernon Subutex wurde u.a. mit dem Prix Anaïs Nin ausgezeichnet. Seit Erscheinen der Subutex-Trilogie zählt sie zu den wichtigsten Schriftstellerinnen Frankreichs und wurde im Januar 2016 in die Académie Goncourt gewählt.

Zuletzt erschienen:

  • Das Leben des Vernon Subutex 2, Kiepenheuer & Witsch, 2018
    [Vernon Subutex 2, Éditions Grasset & Fasquelle, 2015]
    Band 3 der Trilogie erscheint im September 2018
  • Apokalypse Baby, Berlin Verlag, 2012
    [Apocalypse Bébé, Éditions Grasset & Fasquelle, 2010]
  • King Kong Theorie, Berlin Verlag, 2007
    (erscheint im September in Neuübersetzung als KiWi-Taschenbuch)
    [King Kong Théorie, Éditions Grasset & Fasquelle, 2006]

Claudia Steinitz | © privat

Claudia Steinitz | © privat

Übersetzerin: Claudia Steinitz

Claudia Steinitz, geboren 1961 in Berlin, studierte Französisch und Italienisch an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1983 bis 1986 erhielt sie ein Forschungsstudium zur Italienischen Gegenwartsliteratur am Lehrstuhl für italienische Literatur der Humboldt Universität, von 1986 bis 1989 war ebendort sie Mitarbeiterin für Länderbeziehungen. Seit 1989 übersetzt sie französischsprachige Literatur u.a. von Virginie Despentes, Yannick Haenel, Véronique Olmi, Albertine Sarrazin und Lyonel Trouillot.

Zuletzt erschienen:

  • Véronique Olmi, Das Glück, wie es hätte sein können, Kunstmann, 2014
    [Nous étions faits pour être heureux, Albin Michel, 2012]
  • Yannick Haenel, Das Schweigen des Jan Karski, Rowohlt, 2011
    [Jan Karski, Gallimard, 2009]