Human Impacts and Their Consequences

Ein Forum anlässlich des ersten Treffens der Anthropocene Working Group

Fr 17.10.2014
9–14h
Eintritt frei

in englischer Sprache

Das Anthropozän-Projekt. Eine Eröffnung, 2013, © Joachim Loch

Wie wirkt sich die jüngste Erkenntnis einer immensen quantitativen Veränderung in den biophysischen Verhältnissen der Erde auf die wissenschaftliche Forschung aus, und welche politischen Reaktionen auf die neuen Gegebenheiten hat sie zur Folge? Bedeutet das Anthropozän auch einen tiefgreifenden qualitativen Wandel, einen Paradigmenwechsel in der Praxis von Wissenschaft, Politik und Recht?

Diesen Fragen stellt sich die Anthropocene Working Group (AWG), eine interdisziplinäre Gruppe von Natur- und Geisteswissenschaftlern unter dem Dach der International Commission on Stratigraphy (ICS), die Vorschläge zur geowissenschaftlichen Datierung des Anthropozäns erarbeitet, im Rahmen eines öffentlichen Forums.

Mit
Matt Edgeworth (School of Archaeology and Ancient History, University of Leicester), Michael Ellis (British Geological Survey, Keyworth), Joyeeta Gupta (Amsterdam Global Change Institute, Vrije Universiteit, Amsterdam), Reinhold Leinfelder (Institut für Geologische Wissenschaften, Freie Universität Berlin & Rachel Carson Center for Environment and Society, München), Naomi Oreskes (Department of the History of Science, Harvard University, Cambridge, Mass.), Jürgen Renn (Max Planck Institute for the History of Science, Berlin), Andrew Revkin (dot.earth blog, New York), Daniel D. Richter (Nicholas School of the Environment, Duke University, Durham), James P.M. Syvitski (Institute of Arctic & Alpine Research, University of Colorado, Boulder), Colin Waters (British Geological Survey, Keyworth), Mark Williams (Department of Geology, University of Leicester), Jan Zalasiewicz (Department of Geology, University of Leicester)

Moderation: Bernd M. Scherer und Jan Zalasiewicz

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Das Anthropozän-Projekt. Eine Eröffnung, 2013, © Joachim Loch

Wie wirkt sich die jüngste Erkenntnis einer immensen quantitativen Veränderung in den biophysischen Verhältnissen der Erde auf die wissenschaftliche Forschung aus, und welche politischen Reaktionen auf die neuen Gegebenheiten hat sie zur Folge? Bedeutet das Anthropozän auch einen tiefgreifenden qualitativen Wandel, einen Paradigmenwechsel in der Praxis von Wissenschaft, Politik und Recht?

Die Anthropocene Working Group (AWG) ist eine interdisziplinäre Gruppe von Natur- und Geisteswissenschaftlern unter dem Dach der International Commission on Stratigraphy. Sie hat die Aufgabe, einen Vorschlag für die offizielle Aufnahme des Anthropozäns in die Geologische Zeitskala zu erstellen. Anlässlich ihrer ersten Zusammenkunft veranstaltet die AWG gemeinsam mit dem Haus der Kulturen der Welt ein gesellschafts- und wissenschaftspolitisches Forum, das Fachwissenschaftler, politische Entscheider, Medienvertreter und eine interessierte Öffentlichkeit zusammenführt.

Dabei greift die AWG die Tatsache auf, dass die Festlegung eines offiziellen Beginns des Anthropozäns nicht nur Wissen über frühere und gegenwärtige Umweltveränderungen mit einbeziehen kann, sondern auch allgemeine Überlegungen zur wechselseitigen Bedingung kultureller, rechtlicher, technologischer und politischer Aspekte gefordert sind. So zeigt sich, dass eine Ergänzung der Geologischen Zeitskala um eine weitere formale Epoche mit dem Namen »Menschheit« eine weit mehr als nur fachwissenschaftliche Diskussion über geowissenschaftliche Evidenzen erfordert und damit wesentlich über die Grenzen traditioneller stratigrafischer Arbeitsweisen hinausgeht.

Ausgehend von einer Reihe kurzer Präsentationen durch Mitglieder der AWG und weiteren Impulsreferaten eingeladener Vertreter aus den Geistes- und Sozialwissenschaften erörtert das Forum nicht nur die außergewöhnlichen Veränderungen im Erdsystem, sondern auch deren Konsequenzen für eine neue Prioritätensetzung bei der Gewinnung und Verbreitung wesentlicher Erkenntnisse.

Mit Matt Edgeworth, Michael Ellis, Joyeeta Gupta, Rüdiger Kruse MdB, Reinhold Leinfelder, Naomi Oreskes, Jürgen Renn, Andrew C. Revkin, Daniel D. Richter, Bernd M. Scherer, Christian Schwägerl, James P.M. Syvitski, Colin Waters, Mark Williams und Jan Zalasiewicz

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