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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Anthropocene Working Group

Matt Edgeworth ist Feldarchäologe und Honorary Research Fellow an der School of Archaeology and Ancient History der University of Leicester. Er hat in vielen Teilen seines Landes archäologische Forschungen geleitet und war von Karthago in Nordafrika bis zu den schottischen Orkney-Inseln an Ausgrabungsarbeiten beteiligt. Sein Hauptinteresse gilt der komplexen Stratigrafie von Städten und dem Zusammenspiel menschlicher und natürlicher Kräfte. Er ist Autor des Buchs Fluid Pasts: Archaeology of Flow (2011).

Michael Ellis ist Science Director der Climate and Landscape Change Research Group des British Geological Survey und leitet mehrere Forschungsteams bei der Untersuchung der Umweltauswirkungen des Klimawandels, der Dynamik des Wandels in der Vergangenheit und der Kohlenstoffzyklen in der (kritischen Zone der) oberflächennahen Umwelt.

Joyeeta Gupta ist Professor of Environment and Development in the Global South am Amsterdam Institute for Social Science Research, Universiteit van Amsterdam, sowie am UNESCO-IHE Institute for Water Education in Delft. Sie gehört außerdem dem Amsterdam Global Change Institute an.

Reinhold Leinfelder ist Professor für Geologie an der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt auf der Anthropozänforschung und Gastprofessor am Rachel Carson Center for Environment and Society in München. In diesen Funktionen hat er die gemeinsame Ausstellung Willkommen im Anthropozän des RCC und des Deutschen Museums München (Eröffnung im Dezember 2014) auf den Weg gebracht. Seit September 2014 ist er Direktor am »Haus der Zukunft Berlin«, einer neu gegründeten Einrichtung zur Vermittlung der Welt von morgen.

Naomi Oreskes ist Professor of the History of Science und Affiliate Professor of Earth and Planetary Sciences an der Harvard University. Davor war sie 15 Jahre lang Professor of History and Science Studies an der University of California, San Diego sowie Adjunct Professor of Geosciences an der Scripps Institution of Oceanography. Oreskes forscht hauptsächlich im Bereich der Erd- und Umweltwissenschaften und interessiert sich besonders für das Zustandekommen von wissenschaftlichem Konsens bzw. Dissens.

Jürgen Renn ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und leitet dort die Abteilung »Strukturwandel von Wissenssystemen«. Außerdem lehrt er an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die langfristige Entwicklung von Wissenssystemen, der interkulturelle Wissensaustausch sowie der Wandel von Strukturen und gesellschaftlichen Bedingungen des Wissens.

Andrew C. Revkin ist Wissenschafts und Umweltjournalist. Er war von 1995 bis 2009 Reporter der New York Times und schreibt zurzeit den Dot Earth-Umweltblog für die Opinion Pages der Times. Revkin ist außerdem Senior Fellow for Environmental Understanding an der Pace Academy for Applied Environmental Studies der Pace University, New York sowie Mitglied des Future Earth Interim Engagement Committee.

Daniel D. Richter ist Professor of Soils an der Duke University und Forschungsleiter des Calhoun Critical Zone Observatory in South Carolina, wo er und seine Kollegen die Biogeochemie als Funktion historischen und gegenwärtigen Landgebrauchs bzw. –missbrauchs untersuchen. Er ist Autor von Understanding Soil Change und Leiter eines internationalen Netzwerks von Langzeit-Bodenversuchen (LTSEs).

Bernd M. Scherer ist Intendant des Hauses der Kulturen der Welt. Zuvor war er beim Goethe-Institut, wo er die Zentralabteilung Künste in München geleitet hat. Der Schwerpunkt seiner theoretischen Arbeiten liegt auf Themen der Ästhetik, Sprachphilosophie, Semiotik und des internationalen Kulturaustauschs. Er hat verschiedene Kultur- und Kunstprojekte kuratiert, u. a. Agua-Wasser, Über Lebenskunst und zuletzt Das Anthropozän-Projekt. Seit 2011 lehrt er als Honorarprofessor am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin.

James P. M. Syvitski ist auf globale Wasser- und Sedimentströme (in Flüssen und Meeren) spezialisiert und untersucht deren Entwicklung im Anthropozän. Er nutzt Daten von Bodenstationen, Fernerkundungssatelliten und Modelle, die er zu einem Reanalyse-Produkt verknüpft. Er ist Wissenschaftlicher Leiter des International Geosphere-Biosphere Programme. Für gesellschaftliche Anbindung sorgt er durch seine Mitarbeit im International Human Dimensions Programme und seit kurzem auch bei Future Earth.

Colin Waters ist Principal Mapping Geologist beim British Geological Survey und Secretary der Anthropocene Working Group. Zu seinen Interessensgebieten gehören die Anwendung der Stratigrafie auf das Anthropozän, die Kartierung und Klassifikation künstlich veränderten Bodens, die Beschaffenheit und Ströme künstlicher Ablagerungen und die menschliche Einflussnahme auf den Untergrund.

Mark Williams ist Professor für Paläobiologie an der University of Leicester. Mit einem Schwerpunkt im Bereich der Paläoklimatologie und -umwelten richtet sich sein Forschungsinteresse vornehmlich auf den aktuellen Klimawandel im geohistorischen Kontext, die Wechselwirkungen zwischen der Biosphäre und der Evolution des Erdsystems sowie auf die Anwendbarkeit des Klimas des Pliozäns als mögliches Szenario für die globale Erwärmung des 21. Jahrhunderts.

Jan Zalasiewicz ist Senior Lecturer in Geology an der University of Leicester und Chair of the Anthropocene Working Group der International Commission on Stratigraphy. Als Feldgeologe, Paläoontologe und Stratigraf lehrt und forscht er zu Themen der Geologie und Erdgeschichte, insbesondere zu fossilen Ökosystemen und Umwelten, die mehr als eine halbe Milliarde geologischer Zeit umfassen.