Sa, 02. Oktober 2021

Recht und Grenzregime

Inschriften auf Türen und Wänden im Erstaufnahmelager für Geflüchtete in Eisenhüttenstadt | Foto: Sebastian Bolesch, 2013

Inschriften auf Türen und Wänden im Erstaufnahmelager für Geflüchtete in Eisenhüttenstadt | Foto: Sebastian Bolesch, 2013

In einer Phase der Globalisierung, in der wechselseitige Vernetzung und existentielle Abhängigkeiten offensichtlich werden, verschärfen sich zugleich die Regressionen ins Nationale und die Rolle von Grenzen. Kriege, Verfolgung, Pandemien und die ökonomische Zerstörung von Lebenswelten führen weiterhin zur Vertreibung von Menschen aus ihren Herkunftsregionen.

Kulturanthropologe Bernd Kasparek, Rechtswissenschaftlerin Zeynep Kıvılcım, Humangeografin Silja Klepp, Sozialwissenschaftler Karl Kopp von der Bundesgeschäftsstelle Pro Asyl sowie Erste Offizierin Anna-Katharina Schiller, die derzeit an Bord der Ocean Viking für SOS Mediterranee ist, fragen im Panel nach den politischen und sozialen Instrumenten, Flucht und Migration human und solidarisch zu gestalten. Wie wiederholen sich Mechaniken der Repression und Diskriminierung durch hiesige Verfahren der Anerkennung und „Integration"? Welche Hierarchien klassifizieren, rassifizieren, stigmatisieren die Menschen? Welche Rechtsansprüche gibt es in der Migration? Kann es eine Demokratisierung der Grenzen geben? Ist ein Perspektivwechsel für das 21. Jahrhundert möglich?

Moderiert von Manuela Bojadžijev

Im Anschluss Q&A