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Do, 06. August 2020

Shaihu Umar | Black Desert

R: Adamu Halilu, Nigeria 1976, 143 min, OmE | R: Stefan Römer, Deutschland 2007, 2 min, OV kein Dialog

Shaihu Umar, Filmstill | Quelle: Arsenal

Shaihu Umar, Filmstill | Quelle: Arsenal

Shaihu Umar

R: Adamu Halilu, Nigeria 1976, 143 min, OmE

Shaihu Umar, angesiedelt im Norden Nigerias zum Ende des 19. Jahrhunderts, beginnt mit einem Gespräch zwischen Studierenden des Islam und ihrem Lehrer, Shaihu Umar. Aufgrund seiner Weisheit nach seiner Herkunft befragt, beginnt er, seine Geschichte zu erzählen. Auf seinem von Sklaverei geprägten Leidensweg durchläuft er mehrere Prüfungen, bis er von seinem arabischen Meister Abdulkarim als Sohn adoptiert wird. Er besucht die Koranschule und wird als Erwachsener zum Iman ernannt. Nach einem Traum beschließt er, seine Mutter zu suchen. Adamu Halilu drehte Shaihu Umar 1976 in Hausa. Dem Film liegt die gleichnamige Erzählung von Abubakar Tafawa Balewa aus dem Jahr 1955 zugrunde. (Stefanie Schulte Strathaus, gekürzt)

Black Desert

R: Stefan Römer, Deutschland 2007, 2 min, OV kein Dialog

In einer Beckett‘schen Szene wandeln menschliche Darsteller*innen sprachlos in einer schwarzen Wüste. Eine minimale Skizze (anti-)sozialen Lebens. Alle Paradigmen des idealen weißen Kunstpräsentationsraums (White Cube) fehlen: Die Bühne ist eine amorphe schwarze Wüste. Auch der Bewusstseinszustand ist absolut verkehrt: Statt einer zielstrebig klaren Darstellung treten dunkle Gedanken, Selbstzweifel und eine gescheiterte Kommunikation auf – alle gehen wortlos aneinander vorbei. In der deregulierten Zone der schwarzen Wüste sind alle Künstler*innen Konkurrent*innen, stehen in permanentem Wettbewerb. Die Ökonomie der Kapitalvermehrung lässt blühende Leben verwelken. Das Gesetz des Marktes presst das Blut aus den flexibilisierten Menschen und deregulierten Körpern.