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Sa, 20. Januar 2018

Elena Razlogova: The Politics of Film Translation at the Tashkent Festival of Asian and African Cinema

Übersetzerin und Schauspielerin beim Taschkent Film Festival 1968 | Courtesy Elena Emilyevna Razlogova collection

Übersetzerin und Schauspielerin beim Taschkent Film Festival 1968 | Courtesy Elena Emilyevna Razlogova collection

In ihrem Vortrag erörtert Razlogova, wie sowjetische Übersetzer*innen an Filme aus anderen Kulturkreisen herangingen. Sie zeigt, wie diese Übersetzer*innen auch das Publikum dazu ermutigten, die unverständlichen Aspekte der in diesen Filmen dargestellten Welten weder zu fürchten noch zu ignorieren. Razlogovas Analysen basieren auf Interviews und den festgehaltenen Erinnerungen der ersten sowjetischen Übersetzerinnen, die Filme aus anderen Ländern simultan ins Russische übertrugen (vier der interviewten Personen sind Verwandte der Vortragenden).

Elena Razlogova ist als Privatdozentin für Geschichte an der Concordia University in Montreal tätig. Sie ist Autorin von The Listener’s Voice: Early Radio and the American Public (2011) und Mitverfasserin der Ausgabe Radical Histories in Digital Culture des Radical History Review (2013). Razlogova war Produktionsleiterin bei dem digitalen Projekt Gulag: Many Days, Many Lives und arbeitet derzeit an einer Geschichte der simultanen Filmübersetzung und transnationaler Netzwerke bei sowjetischen Filmfestivals.