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So, 18. Juni 2017

Erika Tan: Misplaced Commas and Cannibalistic Tendencies

Erika Tan, Misplaced commas and cannibalistic tendencies, 2017. Source: Internet sources and Erika Tan

Erika Tan, Misplaced commas and cannibalistic tendencies, 2017. Source: Internet sources and Erika Tan

Erika Tan präsentiert zwei miteinander in Verbindung stehende Arbeiten: Come Cannibalize Us, Why Don’t You? und Apa Jika, The Mis-placed Comma. Beide Werke beschäftigen sich mit Praktiken der Sammlung und der Ausstellung in kolonialen und postkolonialen Museen und erkunden mögliche Wiedereintrittspunkte für das flüchtige oder abtrünnige Objekt. Come Cannibalize Us, Why Don’t You? greift als künstlerische Reaktion die Artefakte und Schriften einer Ausstellung auf, die im NUS Museum in Singapur gezeigt wurde. Apa Jika, The Mis-placed Comma beleuchtet die „vergessene“ Figur einer malayischen Weberin in der British Empire Exhibition von 1924. Es handelt sich hierbei um eine Auftragsarbeit der Singapore National Gallery, die derzeit im Diaspora Pavillon der Biennale in Venedig ausgestellt wird. Beide Kunstwerke thematisieren und problematisieren Dynamiken von Repräsentation und der transnationalen Verflechtungen von Objekten und Menschen.

Erika Tans Praxis wurzelt in ihrem Interesse an überlieferten Erzählungen, umstrittenem kulturellem Erbe, unterdrückten Stimmen und der transnationalen Bewegung von Ideen, Menschen und Dingen. Ihre Arbeiten entstehen aus Prozessen der Recherche und Reaktionen auf die Auflösung von Fakten, Fiktionen und Begegnungen in Bezug auf bereits existierende Ereignisse, Orte, Publikum und Besonderheiten. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt, u. a. The Diaspora Pavilion (Biennale von Venedig, 2017); Artist and Empire (Tate Touring, National Gallery Singapore, 2016/17); Come Cannibalise Us, Why Don’t You? (NUS Museum, Singapur, 2014); There Is No Road (LABoral, Spanien 2010).