Internationaler Literaturpreis 2021

Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen
Preisverleihung 30. Juni 2021

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

In Krisenzeiten kommt es mehr denn je darauf an, welche Art von Geschichten wir erzählen, welchen Skripts und Plots wir folgen, welchen Stimmen wir Vertrauen schenken. Literatur kann beschreiben, wie der flüchtige Moment mit den Langzeitentwicklungen, das Große mit dem Kleinen, das Nahe mit dem Fernen zusammenhängt. In Erzählungen lassen sich Probleme artikulieren, für die Sprach- und Denkformen erst noch gefunden werden müssen. Stärker denn je sind wir dabei auf Übersetzungen angewiesen, um globale Bedingungen in ihren lokalen Ausprägungen sehen und verstehen zu können. Auch 2021 begibt sich der Internationale Literaturpreis auf die Suche nach Texten, die etwas mit der Sprache machen – gerade weil sie uns als Übersetzungen erreichen.

Zum dreizehnten Mal verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis. Dotiert mit 35.000 Euro – 20.000 Euro für Autor*in, 15.000 Euro für Übersetzer*in – zeichnet er ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung aus. Er würdigt in dieser Allianz sowohl Originalwerk als auch Übersetzung. Dieser doppelte Fokus macht ihn in der deutschen Preislandschaft einzigartig.

Der Internationale Literaturpreis versteht Literatur als soziale Praxis. Er wird daher von unterschiedlichen Medien und Veranstaltungen begleitet. Ob Videos, Podcasts oder Reading Groups: Es gibt viele Möglichkeiten, Texten zu begegnen. Auszüge aus den sechs Büchern der Shortlist werden in einem Reader versammelt, der in vielen Partnerbuchhandlungen erhältlich sein wird.

Termine

31. Januar
Anmeldeschluss

20. Mai
Bekanntgabe der Shortlist

30. Juni
Preisverleihung im HKW

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