Mi, 10. Juli 2013

Deutscher Orientalismus – zwischen Kolonialgeschichte und antibürgerlichem Denken

Max von Oppenheim (auf dem Stuhl sitzend) bei einer Frühstückspause, 1913 | © Hausarchiv Sal. Oppenheim jr. & Cie., Köln

Max von Oppenheim (auf dem Stuhl sitzend) bei einer Frühstückspause, 1913 | © Hausarchiv Sal. Oppenheim jr. & Cie., Köln

Was verbindet die künstlerischen und die wissenschaftlichen Arbeitsweisen, was trennt sie? Stipendiaten der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin laden ein zum Austausch über ihre Arbeit. Je nach Gastgeber und Gästen wird diskutiert, experimentiert, präsentiert, interveniert, musiziert oder spekuliert …

Die Historikerin Suzanne Marchand hat sich intensiv mit deutschsprachiger vorderasiatischer Archäologie und Orientalistik befasst – Disziplinen, die für die Frage nach einer kolonialen Moderne bislang wenig beachtet wurden. In ihrem Buch "German Orientalism" behandelt sie damit ein von Edward Said ausgespartes Themenfeld und erweitert seinen Ansatz, indem sie zeigt, inwieweit die damalige Orientalistik trotz imperialer Strukturen ihre eigenen Prämissen relativierte.

Die Kunsthistorikerin Susanne Leeb wird mit Marchand über die koloniale Modernität der Archäologie diskutieren und die Künstlerin Judith Raum fragt im Zuge ihrer Arbeit zum Wirtschaftskolonialismus nach dem Zusammenwirken zwischen imperialem und kommerziellem Engagement im Osmanischen Reich.


Suzanne Marchand, Historikerin, Louisiana State University

Susanne Leeb, Kunsthistorikerin, Universität Basel,

Judith Raum, Künstlerin, Universität der Künste Berlin


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Ein Projekt der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der Universität der Künste Berlin in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt. Die Graduiertenschule wird gefördert von der Einstein Stiftung Berlin.