Sa, 12. Januar 2013

Ist das Anthropozän… schön?

Emma Marris und Erle Ellis

Dialog mit Emma Marris (Autorin, Columbia) und Erle Ellis (Department of Geography and Environmental Systems, University of Maryland, Baltimore). Einführung: Cecelia Watson (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)

Das Anthropozän unterstreicht Kreativität, Innovation und Fortschritt und regt einen grundsätzlichen Wandel sowohl von Einstellungen als auch von Formen an. Es gibt keine „reine Natur“ mehr, die es zu erhalten gälte. Parks, Reservate und Gärten, diese „historischen“ Formen einer sublimen Mensch-Natur-Begegnung, weichen futuristischen Technolandschaften. Die Kontemplation und formal-ästhetische Würdigung von „Schönheit“ könnte in einer anthropozänen Landschaft deutlich andere Formen annehmen. Welche ästhetischen Möglichkeiten eröffnen sich in einer post-natürlichen Welt, und was hätte hier einen sinnlichen Wert?



Erle Ellis (Baltimore)ist Professor für Geografie und Umweltsysteme sowie Direktor des Laboratory for Anthropogenic Landscape Ecology an der University of Maryland. Er forscht zur Ökologie menschlicher Landschaften im lokalen wie globalen Maßstab, um für einen nachhaltigen Umgang mit der Biosphäre im Anthropozän zu werben. Zu seinen jüngeren Projekten gehören eine globale Kartografie der menschlichen Ökologie (Anthrome), Online-Tools für die globale Synthese lokalen Wissens (GLOBE) sowie preiswerte nutzerfreundliche Tools, um Landschaften dreidimensional zu kartografieren (Ecosynth).


Emma Marris (Columbia) ist Autorin und Journalistin mit dem Schwerpunkt Umwelt. Sie schreibt über Themen wie Evolution, Energie, Landwirtschaft, Lebensmittel, Sprache, Bücher und Film. Ihre Texte sind in Conservation, Wired, Nature Medicine, OnEarth und Nature erschienen. Ihr erstes Buch "Rambunctious Garden: Saving Nature in a Post-Wild World" (2011) erkundet die außer Kontrolle geratenen Ökologien, die der Mensch durch seine Eingriffe in das, was einst »Natur« hieß, hervorgebracht hat.


Eine Veranstaltung im Rahmen von
null