Sa, 12. Januar 2013

Ist das Anthropozän… Luxus oder Notwendigkeit?

Akeel Bilgrami und Aldo Haesler

Dialog mit Akeel Bilgrami (Department of Philosophy, Columbia University, New York) und Aldo Haesler (Département de sociologie, Université de Caen). Einführung: Cecelia Watson (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)


Die Warnung ist von vielen Vertretern der Anthropozän-Hypothese zu hören: Wir müssen Methoden entwickeln, um unseren Einfluss auf den Planeten kontrollieren zu können. Einige Geologen vertreten die Meinung, die Erde habe eingebaute „planetarische Grenzen“, deren Übertretung unwiderrufliche Veränderungen am System Erde hervorrufen könnten. Aber die Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, die ein solches Szenario verhindern könnten, fordern finanzielle Investitionen und die Bereitschaft, Profit und Effizienz zu Gunsten einer sicheren Steuerbarkeit des Planeten zu opfern. Die Frage der Gleichberechtigung wird damit dringlich: Wer kann es sich leisten, anthropozäne Politik umzusetzen, und wer bleibt außen vor?

Akeel Bilgrami (New York) ist Johnsonian Professor of Philosophy an der Columbia University und Gründungsmitglied des dortigen Committee on Global Thought. Seine Essaysammlung "Politics and the Moral Psychology of Identity" (Harvard University Press) erscheint 2013.Er arbeitet an zwei Büchern mit den Titeln "What is a Muslim?" (Princeton University Press) und "Gandhi, The Philosopher". Sein aktuelles Buchprojekt behandelt Praktische Vernunft und Politik.


Aldo Haesler (Caen) ist Professor für Soziologie und Sozialphilosophie an der Université de Caen in Frankreich. Seine Forschungsgebiete sind die Theorie der sozialen Veränderungen, philosophische Anthropologie und Sozialphilosophie. Er war Direktionspräsident des Instituts Montana (Schweiz) und ist zur Zeit Mitglied des philosophischen Forschungsprojekts "Identité et subjectivité". Sein jüngstes Buch lautet "Das letzte Tabu: Ruchlose Gedanken aus der Intimsphäre des Geldes" (2011).


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