Do, 12. September 2019

Refiguring Spaces #3: Topographies of Hope

Mit Cindi Katz u. a.

Bild: Claudia Mock

Bild: Claudia Mock

Gibt es Beziehungen zwischen Orten, die grundverschieden sind? Lassen sich die Auswirkungen von Globalisierung oder Umweltzerstörung an geografisch völlig unterschiedlichen Orten miteinander vergleichen? Kann Topografie Widerstand leisten?

Die Kulturgeografin Cindi Katz entwickelte die Methode der „Countertopografie“: Mit ihr lässt sich eine Geografie imaginieren, die gleichzeitig translokal und transnational ist. Die gemeinsamen Folgen von Prozessen wie Klimawandel, aber auch von Enteignung, rassistischer Gewalt oder Migration lassen sich so analysieren. Sie erkennt die Unterscheidbarkeit eines Ortes an und sieht zugleich, dass er strukturell mit anderen Orten entlang von „Höhenlinien“ verbunden ist. Diese stellen nicht – wie in traditionellen topografischen Karten – eine Erhebung dar, sondern Beziehungen zwischen sozialen Prozessen. In ihrer Keynote untersucht Cindi Katz einige dieser „Höhenlinien“, die geografisch disparate Standorte über Kategorien wie Nation oder Größe hinweg miteinander verbinden – und schafft so neue Räume für Hoffnung und Handeln.

Teil der Summer School Spaces of Hope: Critical Perspective on Spatial (Trans)Formations des Sonderforschungsbereichs Re-Figuration von Räumen der TU Berlin im Haus der Kulturen der Welt