So, 29. Juli 2018

The Zombies | Friedrich Sunlight

The Zombies | © Payley Photography

The Zombies | © Payley Photography

Mit einer verträumten Mischung aus Klassik, Jazz und R&B bezauberten die 1961 in Südengland gegründeten Zombies ab 1964 das Beat-Publikum.

Der internationale Durchbruch gelang ihnen, so wie anderen Bands der so genannten „British Invasion“, Mitte der 1960er, nach ihren Konzerten in den USA. Nach den Hits She’s Not There, Time Of The Season und Tell Her No war es jedoch schon wieder vorbei mit dem kommerziellen Erfolg. Ihr Meisterwerk Odessey & Oracle wird heute in einem Atemzug genannt mit den visionären Pet Sounds der Beach Boys; doch bei seiner Veröffentlichung 1968 hatte sich die Band bereits aufgelöst. Zum 50. Geburtstag der Platte spielen im HKW vier von fünf Originalmitgliedern das legendäre Album plus ihre größten Hits, unterstützt u. a. von Musiker*innen aus der Tourband des Beach Boys Brian Wilson.

Friedrich Sunlight | © Ferdinand Klotzky

Friedrich Sunlight | © Ferdinand Klotzky

Friedrich Sunlight

Die ganz gut erträgliche Leichtigkeit des Seins: Friedrich Sunlight spielen Sunshine-Pop, hinter dessen luftigen Melodien und Babadaba-Backgroundchören sich komplexe Arrangements verbergen. Bezüge zum britischen Pop der 1960er liegen nahe, dazu finden sich auch Anklänge an Burt Bacharach, Harper’s Bizarre oder die Beach Boys. Doch die Band um den charismatischen Sänger Brent Kitahama, der seine kalifornische Heimat für Augsburg aufgegeben hat, erweitert ihre Musik um deutsche Texte, weshalb als weiterer Referenzpunkt die Chansons von Manfred Krug hinzukommen. Die harte deutsche Sprache verpacken sie dabei in ein samtweiches Musikbett.