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Do, 15. März 2018

Race, Nation and Class: Rethinking their Articulation

Mit Étienne Balibar, Manuela Bojadžijev, Verónica Gago, Kaushik Sunder Rajan

Bild: auf Grundlage der Arbeit Impossible triangle, 1934 mit freundlicher Genehmigung © Oscar Reutersvärd / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Design: NODE Berlin Oslo, Detail

Bild: auf Grundlage der Arbeit Impossible triangle, 1934 mit freundlicher Genehmigung © Oscar Reutersvärd / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Design: NODE Berlin Oslo, Detail

Vor dreißig Jahren beschrieben Étienne Balibar und Immanuel Wallerstein in Rasse, Klasse, Nation das historische Wechselverhältnis zwischen diesen drei Kategorien. Rückblickend schlägt Balibar vor, sie als eine einzige, umfassende Problematik zu begreifen. Damit verschiebt sich das methodologische Gewicht auf die Frage der „Rasse“ und ihrer Transformationen. Auch die Bedeutung von Religion und Geschlecht für gesellschaftliche Formationen – die im Buch nur bedingt herausgearbeitet war – muss stärker in den Blick genommen werden. Die tiefgreifenden Veränderungen im kapitalistischen Weltsystem und seinen konstitutiven „Gesellschaftsformationen“ erfordern ein neues Verständnis der Kategorien „Rasse“, „Klasse“ und „Nation“. Dabei geht es Balibar nicht darum, einen vor dreißig Jahren begonnenen Kreis zu „schließen“, sondern im Gegenteil zu zeigen, wie offen diese Fragen heute noch sind und wie sehr sie eine Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen – wenn nicht gar gegensätzlichen – Sichtweisen erfordern.

Vortrag Étienne Balibar, Response und Diskussion mit Verónica Gago und Kaushik Sunder Rajan, moderiert von Manuela Bojadžijev