Mi, 01. Juli 2009

EX OKZIDENTE LUX

Zur "Kritik der arabischen Vernunft" - eine Neuvermessung des euro-islamischen Dialogs

Was sind Voraussetzungen des freien Denkens in der arabischen und westlichen Tradition? Welche Arten der Wissensproduktion hat das arabische Denken hervorgebracht, welche Normen legitimiert und welche Grenzen überschritten?

Der marokkanische Philosoph Mohammed Al-Jabri gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Theoretikern einer aufgeklärten Moderne. Er gilt als eine der einflussreichsten kritischen Stimmen über Identität, Geschichte und Politik in der Region. Sein Werk „Kritik der arabischen Vernunft“ (1984 -2001) löste in der arabischen Welt kontroverse Diskussionen aus. Eine Einführung in dieses Werk liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung vor. Welche Relevanz haben seine Thesen im politischen und gesellschaftlichen Kontext der Gegenwart? Warum wurde sein Werk bisher bei uns ignoriert? Können seine Thesen dem Dialog zwischen Europa und dem arabsichen Raum neue Impulse geben? Hierüber diskutieren an diesem Abend Islamwissenschaftlerinnen, Journalisten und Experten aus politischer Theorie und Philosophie.

Mit Sonja Hegasy (Zentrum Moderner Orient, Berlin), Gudrun Krämer (Islamwissenschaftlerin, FU Berlin), Stefan Weidner (Journalist, Autor), Vincent von Wroblewsky (Philosoph, Übersetzer)

Moderation: Jörg Lau (Die Zeit)

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Eine Kooperation des Haus der Kulturen der Welt mit dem

In der Reihe WortWelten kommen Autorinnen aus aller Welt 'zu Wort' und mit dem Berliner Publikum ins Gespräch - von Lyrik, über Spoken Word bis hin zu Romanen und Journalistischem.