Do., 05. August 2021

Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo

R: Constanze Ruhm, Österreich / Deutschland / Frankreich 2020, 72 min | Vorfilm: Another Movie, 22 min

Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo (Film-Still)

Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo (Film-Still)

Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo

R: Constanze Ruhm, Österreich / Deutschland / Frankreich 2020, 72 min, OmEU

Constanze Ruhms Filmessay umkreist einen anderen Film: Anna von Alberto Grifi und Massimo Sarchielli (Berlinale Forum 1975). Die beiden Regisseure begegneten Anfang der 70er Jahre auf der Piazza Navona in Rom Anna Azzori, einer Drifterin, die Geld und Hilfe brauchte. Sie dokumentierten ihr aus den Fugen geratenes Leben. (…) Das Leitmotiv bildet die Frage nach dem Platz und den Kämpfen von Frauen in einer Welt, die damals voller Diskriminierungen steckte und es heute noch tut. Es gibt Störgeräusche, elaborierte Voiceover und verschneite Bilder, Figuren, die sich in Bäume, Steine oder Gestirne verwandeln (und von dort wieder zurück in Menschengestalt), Flussnymphen und junge Frauen, die zu einem Casting kommen, außerdem viele Archivbilder, zum Beispiel von feministischen Demos in Italien: „Wir haben keine Angst“, skandierten die Demonstrantinnen seinerzeit. (Cristina Nord)

Vorfilm:

Another Movie

R: Morgan Fisher, USA 2017, 22 min, OV

Eine Replik auf Bruce Conners Avantgardefilm-Klassiker A Movie von 1958. Beide Filme nutzen Ottorino Respighis sinfonische Dichtung Pini di Roma. A Movie spielt nur Auszüge des Stücks und das Bildmaterial des Films steht im Widerspruch zu den Bildern, die laut Respighi der musikalischen Übersetzung zugrunde liegen. Another Movie wiederum nutzt die komplette Sinfonie. So untersucht der Film das Zusammenspiel von geschriebenen, akustischen und visuellen Erinnerungen.