So, 03. Dezember 2017

Berlin, Bühne des Kalten Krieges

Expertengespräch mit Anselm Franke & Thomas Flierl

Ein Gespräch über die Beziehung von Ideologie und Kunst im Berlin der Nachkriegszeit: In welcher Form wurde diese im geteilten Berlin sichtbar und auf welche Weise spiegelte sich Macht in der Architektur der Stadt? Inwiefern wurden die Kulturpolitiken in Ost- und Westberlin zu Instrumenten des Kalten Kriegs und welche Rolle spielte dabei der „Kongress für Kulturelle Freiheit“?

Thomas Flierl ist freiberuflicher Bauhistoriker, Kulturwissenschaftler und Publizist. Er ist Angehöriger des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar. Von 1995 bis 2011 war er mit Unterbrechungen Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und dort unter anderem als Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Linksfraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr sowie von 2002 bis 2006 als Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Berlin tätig. Von 1987 bis 1990 war er Mitarbeiter im DDR-Kulturministerium.

Anselm Franke lebt als Kurator und Autor in Berlin. Er ist Leiter des Bereichs Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt, wo er u. a. Das Anthropozän-Projekt (2013-2014) und die Ausstellungen Forensis (2014), Ape Culture (2015) und Nervöse Systeme (2016) ko-kuratierte. 2012 war er Kurator der Taipeh-Biennale. Frankes Ausstellungsprojekt Animismus wurde zwischen 2010 und 2014 in Antwerpen, Bern, Wien, Berlin, New York, Shenzhen, Seoul und Beirut präsentiert. Zuvor war Franke Kurator im KW Berlin und Direktor der Extra City Kunsthal, Antwerpen. Seinen Doktor erhielt er vom Goldsmiths College London.