Sa, 22. März 2014

Verbreiten

mit Christopher M. Kelty, Mignon Hardie, Moderation: Sven Asmussen

Literatur wird durch unterschiedlichste Geschäftsmodelle und entlang verschiedenster sozialer und gesellschaftlicher Normen digital verbreitet. In seinem Vortrag beschreibt Christopher M.  Kelty die Arbeit von Piratenverlagen. Welchem Ethos folgen sie, was bezwecken sie und welche praktischen Probleme stellen sich bei der Verlagstätigkeit im Illegalen? Anders als Bücher sind Smartphones in den meisten Regionen der Welt weit verbreitet. In Südafrika hat fast jeder Zugang zu ihnen. Dies nutzt The FundZa Literacy Trust aus, um mithilfe elektronischer Texte Lesen und Schreiben insbesondere bei jüngeren Menschen zu fördern. Im Gespräch gibt Mignon Hardie Einblicke in Hintergründe und Ziele des Projekts.

Pirate Publishing Modelle
Vortrag von Christopher M. Kelty (Anthropologie und Informationswissenschaften, University of California, Los Angeles)

Apps & Alphabetisierung
Praxis-Gespräch mit Mignon Hardie (Vorsitzende, The FunDza Literacy Trust, Südafrika) und Christopher M. Kelty (Anthropologie und Informationswissenschaft, University of California, Los Angeles)

Moderiert von Sven Asmussen (Rechtswissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin)


Sven Asmussen, Rechtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Katharina de la Durantaye LL.M. (Yale) an der Humboldt-Universität zu Berlin und betreut dort die Humboldt Law Clinic Internetrecht. Er studierte Rechtswissenschaften in Rostock und Freiburg und promoviert zu einem wettbewerbsrechtlichen Thema.

Mignon Hardie, The FunDza Literacy Trust, Südafrika, ist Geschäftsführerin des FundZa Literacy Trust, einer gemeinnützigen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Verbreitung von Literatur unter Jugendlichen mithilfe digitaler Technologien zu fördern. Sie war an der Gründung und Leitung verschiedener kleiner und mittlerer Unternehmen beteiligt und ist Direktorin von Cover2Cover, einem sozialunternehmerischen Verlag für Jugendliteratur.

Prof. Christopher M. Kelty, Anthropologie und Informationswissenschaften, University of California, Los Angeles, CA, arbeitet als Associate Professor am Center for Society and Genetics sowie am Department of Information Studies der University of California, Los Angeles, CA. Seinen Forschungsschwerpunkt bildet die kulturelle Bedeutung der Informationstechnologien, insbesondere im Bereich von Wissenschaft und Technik. In seinem Buch „Two Bits: The Cultural Significance of Free Software“ (Duke University Press, 2008) befasst er sich mit den kollaborativen Schaffensprozessen in der freien Software-Bewegung sowie den Entwicklungen, die sich daraus auch für Literatur, Musik, Film, Wissenschaft und Bildung ergeben.