Liebe und Ethnologie

Die koloniale Dialektik der Empfindlichkeit (nach Hubert Fichte)
Fr, 18. Oktober 2019 — Mo, 06. Januar 2020

Alair Gomes, Fotos aus der Serie

Alair Gomes, Fotos aus der Serie "The Course of the Sun", 1975–1980 | Archives of the National Library Foundation, Brazil

Hubert Fichte mit einer Dan-Maske, 1979

Hubert Fichte mit einer Dan-Maske, 1979

© bpk/ S. Fischer Stiftung/ Leonore Mau

© bpk/ S. Fischer Stiftung/ Leonore Mau

Der Schriftsteller und Ethnologe Hubert Fichte (1935–1986) gilt als poetischer und dokumentarisch-realistischer Vorläufer neuer Disziplinen in Deutschland wie Queer Studies und Postcolonial Studies. In seinen Schriften werden Ökonomiekritik, (Homo-)Sexualität und Selbstreflexion zu methodischen Werkzeugen. Ausstellungen und die Übersetzungen seiner Romane in die Sprachen der Orte, die Fichte mit seiner Lebensgefährtin Leonore Mau bereiste, haben dort erstmalig eine Rezeption seines Werks angeregt.

Im Herbst 2019 schließt die Ausstellung Liebe und Ethnologie – die koloniale Dialektik der Empfindlichkeit (nach Hubert Fichte) im HKW in Berlin das Projekt ab. Mit Arbeiten von Nadja Abt, Kader Attia, Gilles Aubry, Alvin Baltrop, Gabriel Barbi, Letícia Barreto, Michael Buthe, Coletivo Bonobando, Papisto Boy, Nathalie David, Claudia Del Fierro, Virginia de Medeiros, Mestre Didi, Avril Forest, Alair Gomes, Renée Green, Philipp Gufler, Ayrson Heráclito, Euridice Kala, Martin Kippenberger & Akim S. aus 44, Friedl Kubelka, Pedro Lemebel, Cristóbal Lehyt, Musa Michelle Mattiuzzi, Leonore Mau, Tiona Nekkia McClodden, Mario Navarro, Richard Oelze, Pan African Space Station, Lil Picard, André Pierre, Lili Reynaud Dewar, Daniel Richter u.v.a.

2017 nahm das Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut seinen Anfang mit Ausstellungen in Lissabon, Salvador de Bahia und in Rio de Janeiro. 2018 folgten Ausstellungen in Santiago de Chile mit einem mehrtägigen begleitenden Kolloquium sowie weitere Stationen in Dakar und New York.

Künstlerische Leitung: Diedrich Diederichsen und Anselm Franke

Ausstellung

18.10.2019–06.01.2020
Eröffnung: Do 17.10.2019

Eröffnungsprogramm: Fr 18. & Sa 19.10.2019

Vergangene Projekte