Alexander Kluge

Alexander Kluge ist Autor, Filmemacher und Jurist. Seine Forschung und Praxis kreist um Literatur, Sozialtheorie, Filmtheorie und politisches Handeln an verschiedensten kulturellen Fronten. Sein Werk kann als Fortsetzung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule angesehen werden. Kluges erster Spielfilm Abschied von gestern gewann 1966 bei den Filmfestspielen in Venedig den Silbernen Löwen. 1987 gründete Kluge die Produktionsfirma dctp, die unabhängige Programme im deutschen Privatfernsehen produziert. Im Jahr 2008 präsentierte Kluge mit dem fast neunstündigen Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital eine Neuinterpretation von Sergeij Eisensteins unvollendetem Projekt der Verfilmung von Marx’ Kapital. Zu Alexander Kluges Hauptwerken in der Gesellschaftskritik gehören Öffentlichkeit und Erfahrung sowie Geschichte und Eigensinn, die beide zusammen mit Oskar Negt entstanden. Zu seinen wichtigsten Ausstellungen gehören The Boat is Leaking. The Captain lied, (Fondazione Prada, Venedig, 2017) und Pluriversum (Museum Folkwang, Essen, 2017 & Belvedere Haus 21, Wien, 2018). Bis Februar 2019 zeigt die Stiftung Vincent Van Gogh in Arles die Ausstellung Siècles noirs von James Ensor & Alexander Kluge. Zusammen mit dem New Yorker Dichter Ben Lerner veröffentlichte Kluge im Herbst 2018 bei Spector Books Snows of Venice.

Stand: Januar 2019

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