Cornwallis Cloth
Tony T., Rebecca Goldstone, 2025, Vereinigtes Königreich, 23', Barbadischer Dialekt mit engl. UT. © Sweet Patootee Arts

Inspiriert von mündlichen Überlieferungen und Archivfragmenten lässt Cornwallis Cloth lange übersehene karibische Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs in eindringlichen Bildern aufleben. Angesiedelt in einem mondbeschienenen Garten auf Barbados im Jahr 1942, verwebt der Film Klang, Performance, Calypso und Satire. Der Angriff auf die SS Cornwallis bildet dabei den Ausgangspunkt, Schwarzes karibisches Leben jener Zeit plastisch darzustellen. Poetisch und dramatisch zugleich erkundet Cornwallis Cloth zentrale Fragen rund um Loyalität, Freiheit und eine sich formierende postkoloniale Identität.

Cabascabo
Oumarou Ganda, 1968/69, Niger, 45', Zarma/Französisch mit engl. UT. Courtesy Argos Films

In Anlehnung an seine eigene Geschichte zeichnet Ganda das Bild eines nigrischen Soldaten, der aus dem Indochinakrieg zurückkehrt. Seine Heimkehr macht ihm schmerzhaft klar: Statt der erträumten Heldenrolle sind ihm Misstrauen und Elend beschieden. In einem kargen, neorealistischen Stil gedreht, zeigt der Film die Desillusionierung afrikanischer Veteranen, deren Opferbereitschaft keine Anerkennung fand.

Diese Filmvorführung ist Teil des Walk-in-Kinos, des begleitenden Filmprogramms zur Ausstellung Tirailleurs.