Für Der Salon Nardal, Re-enactments und Re-enchantments verwandelt die in Dakar ansässige Modedesignerin NuNu das Angie Stardust Foyer, die Magnus Hirschfeld Bar und das Sylvia Wynter Foyer in eine Szenerie, die an die Intimität eines Salons erinnert. NuNus Arbeit legt einen starken Akzent auf die Farbe Indigo, die eng mit der Geschichte, dem Handwerk und den Bewegungen Westafrikas verbunden ist. NuNu nutzt sie als aussagekräftiges Symbol, das weit mehr repräsentiert als nur Pigment oder gefärbtes Textil. Die Farbe trägt vielmehr die Erinnerungen an viele Reisen in sich – an Materialien und Menschen, die den Atlantik überquert haben und in fremde Länder gelangten; an Wissen, das über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Zudem erweckt Indigo Assoziationen mit Heilungs- und Reinigungsvorgängen, denn seine tiefblauen Töne erinnern an Wasser, die Nacht und an Prozesse der Erneuerung. Im selben Zug stellt das Färben, Einweichen, Falten und Verwandeln von Stoff eine Geste der Fürsorge und Restauration dar. Während des gesamten Wochenendes entfaltet sich der Salon als Landschaft aus geschichteten Stoffen, hängenden Kleidungsstücken und gewebten Oberflächen. In ihr können Besucher*innen zusammenfinden, zur Ruhe zu kommen und in einen Raum der Besinnung eintreten.