Fertile Void
Den Quanten nachspüren, von der Urzeit bis zu neuen Materialien
Vorträge, Workshops, Performances
6.–8. November 2026

Visual: Yukiko
Fertile Void betrachtet die Verheißungen und Narrative der Quantentechnologien durch die Brille kulturell situierter, mehr-als-menschlicher und gegenhegemonialer Epistemologien und Künste. Durch künstlerische Interventionen, Performances, Diskursveranstaltungen, Installationen und Workshops untersucht das Festival, wie verschiedene Arten des Wissens und des Seins dazu beitragen können, die sozialen Realitäten zu verstehen, die sich aus den Quantentheoremen ergeben, die gegenwärtig durch den Einsatz von Technologie in greifbare Wirklichkeit umgesetzt werden.
Die diesjährige Festivalausgabe richtet den Blick auf die Neuordnung der Sinne auf Quantenebene. Es ist eine Einladung, dem Brummen der Materie in ihrer grundlegendsten Form zu lauschen: in der Quantenkohärenz lebendiger Zellen, den von elektromagnetischen Feldern angezogenen Nanobakterien oder den Resonanzen, welche die Erde seit Milliarden von Jahren unterhalb der Schwelle des Wahrnehmbaren aufrechterhält. Das Festival stellt Materialwissenschaften neben Erdgeschichte, Biologie und Philosophie. Den Wegen der Schallschwingungen folgend, die das Leben und die Entfaltung von Welten überhaupt erst ermöglichen, wird so der Frage nachgegangen, welche neuen Formen des Materialismus – wissenschaftlich, gesellschaftlich und philosophisch – aus diesem Quantenparadigma entstehen könnten.