Pélagie Gbaguidi versteht sich selbst als zeitgenössische Griot. Im poetischen Sinne fordert ein Griot den Menschen auf seinem Lebensweg heraus: Er nimmt die Worte der Älteren auf, formt sie wie einen Fettklumpen um und hinterlässt sie im Bauch der Vorbeiziehenden, zusammen mit den Zutaten der Zeit. Ihre Arbeit ist eine Anthologie von Zeichen und Spuren, die mit kollektivem Trauma verbunden sind. Zu ihren jüngeren Ausstellungen zählen: Excavation and Knowledge, The Fralin Museum of Art, Charlottesville, 2025; Congoville, Middelheimmuseum, Antwerpen, 2021; sowie Teilnahmen an der 36th Bienal de São Paulo, 2025. Gbaguidi lebt und arbeitet in Brüssel.

Stand: March 2026