Do, 26. Mai 2011

Kossi Efoui und Bartholomäus Grill

Literatur und Rassismus – Koloniale Vermessungen und narrative Gegenstrategien

Kossi Efoui | Foto: Hermance Triay

Kossi Efoui | Foto: Hermance Triay

Kossi Efoui floh aus politischen Gründen aus Togo und lebt heute als politischer Journalist, Theaterregisseur und Schriftsteller in Nantes. Bartholomäus Grill ist Afrika-Korrespondent der „ZEIT“ in Kapstadt.

Ihr Thema ist die Verstrickung der europäischen Literatur im Kolonialismus, insbesondere mit Bezug auf Afrika. Einerseits hat sie den zivilisatorischen Führungsanspruch Europas reproduziert, der eng mit anthropologischen Vermessungen der „Anderen“ verbunden ist, andererseits zeichnet sich Literatur durch eine antideterministische Offenheit aus: Welche ethische Widerstandsfähigkeit erwächst der Literatur aus der Fähigkeit, Leben zu erzählen? Der kolonialen Macht der Beschreibung im Falle Afrikas gehen die Teilnehmer in Lesung und Diskussion nach, moderiert von Markus Messling, Universität Potsdam.


Der Abend, eine Kooperation des Hauses der Kulturen der Welt und der DFG-Nachwuchsgruppe „Philologie und Rassismus“ (Universität Potsdam), ist Auftakt der Konferenz „WORT MACHT STAMM. Rassismus und Determinismus in der Philologie des 19. Jahrhunderts“, die vom 27. bis 29. Mai 2011 an der Universität Potsdam stattfindet.