Theater

¿Dónde estaré esta noche? (Wo bin ich heute Nacht?)

Teatro de ciertos habitantes (Mexiko), Theaterstück von Claudio Valdés Kuri und Maricarmen Gutiérrez (nach G.B. Shaw), Regie: Claudio Valdés Kuri

Mi 15.6.2005
im Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne - Schaperstraße 24 Berlin-Wilmersdorf
20h
Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 10 Euro
Do 16.6.2005
im Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne - Schaperstraße 24 Berlin-Wilmersdorf
20h
Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 10 Euro
Fr 17.6.2005
im Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne - Schaperstraße 24 Berlin-Wilmersdorf
20h
Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 10 Euro

Deutsche Erstaufführung, In spanischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Claudio Valdés Kuri, ¿Dónde estaré esta noche?, Copyright: José Jorge Carreon

Claudio Valdés Kuri ist der heute international präsenteste Theatermacher Mexikos. Mit seinem neuesten Stück „Wo bin ich heute Nacht?“ stellt er einen europäischen Gründungsmythos in die Gegenwart. Indem er die „Jungfrau von Orleans“ zu seiner Heldin wählt, lotet er die Verbindungen von religiösen und nationalen Konzepten der Moderne aus. Das besetzte Frankreich des Mittelalters und das heutige Lateinamerika zeigen dabei ungeahnte Parallelen.

„Jeanne d´Arc steht für den Kampf, sich selbst zu besiegen; der Kampf des Menschen gegen den Menschen.“ (Claudio Valdés Kuri)

Kuri deckt mit seinem Theater fast intuitiv die Komplexität globaler Wechselbeziehungen und Verwerfungen auf. Hier liest er die Themen der “Jungfrau von Orleans” aus der Perspektive der “Neuen Welt”. Wie aus dem Alltag gegriffen entwickeln in seinem Stück ¿Dónde estaré esta noche? neun, anfangs von den Zuschauern kaum unterscheidbare Schauspieler die Konflikte zwischen politischem Pragmatismus und religiöser Gefolgschaft. Valdés Kuri spielt mit den Grenzen zwischen Schauspiel und Realität, zwischen Zuschauer und Darsteller, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. „Es handelt sich um eine sehr einfache strenge Ästhetik in einer sehr barocken Konstruktion. Ich folge keinem besonderen Einfluss. Meine Sprache ist persönlich. In diesem Werk siehst du zwei Stühle, einen Tisch, die Theaterbestuhlung. Mit dem Niederreißen der vierten Wand suchen wir nach einer aktiven Beteiligung des Publikums, das Teil des Bühnenbildes ist: Der Schauspieler ist Zuschauer, der Zuschauer Schauspieler. Die Gerichteten sind Richter, Opfer und Täter...“ (Claudio Valdés Kuri)

Koproduktion von Cervantino Festival, Haus der Kulturen der Welt und Wiener Festwochen


Inszenierung: Claudio Valdés Kuri

Text (nach G.B. Shaw): Claudio Valdés Kuri + Maricarmen Gutiérrez

Bühne: Claudio Valdés Kuri + Igor Lozada

Kostüme: María Rosa Manzini

Licht-Design: Matías Gorlero

Mit: Gerardo Cruz, Maria Teresa Dal Pero, Gibran Galaviz, Carlos Lopez, Miguel Ángel Lopez, Fermín Martinez, Jose Ruy Olivares, Kaveh Parmas, Gastón Yanes

Erstaufführung: 2004