Fr., 18. April 2008

Leyla und Madschnun

Qassim Haddad (Bahrain)

Qassim Haddad | © Promo

Qassim Haddad | © Promo

Anschließend Diskussion mit Barbara Winckler, Arabistin FU Berlin


Altes Liebesepos – neue Fronten: Qassim Haddads kritische Auseinandersetzung mit einem Klassiker der arabischen Literatur und dessen tradierten Vorstellungen der reinen, idealisierten Liebe ist provokant. Im letzten Jahr löste seine Adaption von „Leila und Madschnun“ in Bahrain heftige Reaktionen aus: Extremistische Kreise forderten Verbote, Intellektuelle der arabischen Welt protestierten gegen diese moralische Einmischung. Haddad dazu: „Ich erkenne keine Autoritäten an. Ich hege eine tiefe Liebe für die Sprache“. Haddad, Gründer des umfassenden Webportals für arabische Literatur www.jehat.com , zählt zu den zentralen Figuren der arabischen Gegenwartsdichtung. Er wird hier über den Umgang mit klassischen Stoffen und sein Verhältnis zur künstlerischen Freiheit sprechen.