Fr, 01. November 2019

Spektral-Weiß: Keynotes

Rosalind C. Morris, Ciraj Rassool

16h
Das Ethnografische in Museen in Südafrika und Deutschland neu denken: Mimikry, Gewalt und die Herausforderungen der Dekolonisierung
In seiner Keynote diskutiert Ciraj Rassool, Professor für Geschichte an der University of the Western Cape, Kapstadt, wie das Ethnografische in Museen in Südafrika und Deutschland und seine Beziehung zur physische Anthropologie neu gedacht werden können. Welche Verbindung besteht zwischen diesen Prozessen und der Forderung nach Restitution und Dekolonialisierung?

17h
Kein Blick zurück: Julius Lips, Lachen und die Grenzen der Mimesis
In ihrem Vortrag erörtert Rosalind C. Morris, Professorin für Anthropologie an der Columbia University, New York, die Rezeption und das Vermächtnis von Julius Lips' Buch The Savage Hits Back (1937) in der und für die Kritik am Eurozentrismus. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf die Begriffe Mimesis und Mimikry sowie auf die Kraft des Lachens. In der Auseinandersetzung mit den Diskursen des „Black Radical Thought“, in denen das Lachen sich nicht auf den Entfremdungseffekt der Mimikry (in Parodie, Satire oder bloßem Spott) reduzieren lässt, stellt sie sich der Frage, ob sich die Vorstellung vom umgekehrten Blick – und damit der inversiven Ethnografie – der Sehnsucht nach Anerkennung und der Selbstkonsolidierung des Weißseins entziehen kann.