Do, 08. November 2018

Democracy Lecture 2018: Richard Sennett – Der Kampf um die Stadt

Mit Richard Sennett, Francesca Bria, Andrej Holm, Moderation: Tamara Tischendorf

Richard Sennett | © Thomas Struth

Richard Sennett | © Thomas Struth

Die Stadt boomt. 2050 werden zwei Drittel der Menschen in urbanen Zentren leben. Diese Dynamik droht schon jetzt bestehende Probleme weiter zu verschärfen: Gentrifizierung, Tourismus und steigende Mieten führen zu Verdrängung und Wohnungsnot.

Der Raum für Experimente, für nachbarschaftliche Begegnungen und interkulturellen Austausch schwindet. Umso drängender stellt sich die Frage: Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Richard Sennett plädiert für eine radikal offene Stadt, die in all ihrer Widersprüchlichkeit und Vielfalt zum Ort urbaner Demokratie und Teilhabe wird – für alle.

Der offenen Stadt widmen die Blätter für deutsche und internationale Politik ihre fünfte Democracy Lecture – nach Thomas Piketty (2014), Naomi Klein (2015), Paul Mason (2016) und Wendy Brown (2017). Im Anschluss an den Vortrag von Richard Sennett diskutieren mit ihm Francesca Bria und Andrej Holm, moderiert von Tamara Tischendorf.

Francesca Bria ist Sozialwissenschaftlerin und Expertin für Technologiepolitik. Seit 2016 arbeitet sie als Kommissarin für Technologie und Innovation für die Stadtregierung von Barcelona. Bria berät zudem die EU-Kommission in Smart-City-Angelegenheiten.

Andrej Holm ist Sozialwissenschaftler und arbeitet zu den Themen sozialer Wohnungsbau und Gentrifizierung. 2016 war er Staatssekretär in Berlin für die Themen Stadtentwicklung und Wohnen.

Richard Sennett lehrt Soziologie und Geschichte an der London School of Economics und an der New York University. Der Autor des Flexiblen Menschen gilt als einer der renommiertesten Intellektuellen unserer Zeit. Nach Zusammenarbeit und Handwerk erschien im September 2018 mit Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens der letzte Teil seiner Homo-Faber-Trilogie.

Democracy Lecture der Blätter für deutsche und internationale Politik in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt. Mit freundlicher Unterstützung des Carl Hanser Verlags