Mi, 28. Juni 2017

Democracy Lecture 2017: Wendy Brown – Demokratie unter Beschuss: Der apokalyptische Populismus

Mit Wendy Brown, Ulrike Beate Guérot, Micha Brumlik, Moderation: Mathias Greffrath

Wendy Brown | © privat

Wendy Brown | © privat

Im Weißen Haus regiert der Prototyp des Homo Oeconomicus: Für Donald Trump zählen allein das kompromisslose Geschäft und sein persönlicher Profit. Demokratie betrachtet er als Feind der „freien Märkte“. Trumps stärkste Waffe ist ein apokalyptischer Populismus, der eine aggressive nationalistische Bewegung befeuert. Deren Anhänger*innen wollen die demokratische Ordnung hinwegfegen: den Rechtsstaat, seine Institutionen und das „Establishment“. Welche Folgen hat dieser zerstörerische Feldzug gegen die Demokratie? Und wie lässt er sich aufhalten? Hat Europa mit Emmanuel Macron und Jeremy Corbyn taugliche Antworten gefunden?

Diesen Fragen widmen die Blätter für deutsche und internationale Politik ihre vierte Democracy Lecture – nach Thomas Piketty (2014), Naomi Klein (2015) und Paul Mason (2016). Im Anschluss an den Vortrag von Wendy Brown diskutieren mit ihr: die Politikwissenschaftlerin Ulrike Beate Guérot und der Blätter-Mitherausgeber Micha Brumlik. Es moderiert Mathias Greffrath.

Wendy Brown ist eine der streitbarsten Intellektuellen der Gegenwart. Sie lehrt als Professorin für Politikwissenschaften an der University of California in Berkeley. In ihrem jüngsten Buch Die schleichende Revolution, das 2015 im Suhrkamp Verlag erschienen ist, analysiert sie, wie der Neoliberalismus den totalen Homo oeconomicus hervorbringt und die Demokratie zerstört. Browns Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Democracy Lecture der Blätter für deutsche und internationale Politik in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt

Mit freundlicher Unterstützung des Suhrkamp Verlags.