Sa, 16. Dezember 2017

Alexander Keefe: Die gelebte Kunst alter Serien: Indische Kultur und amerikanisches Fernsehen, 1955

1955 kommentierte die New York Times Nikita Khrushchevs Besuch in Indien mit einem besorgten Bericht über den kulturellen Einfluss der Sowjetunion auf Asien. Der Artikel kam zu dem Schluss, dass die USA ins Hintertreffen geraten sei, was den kulturellen Austausch anbelange. Im ersten Teil seines Vortrags über moderne Museen, mediale Zusammenhänge und erdachte Welten widmet sich Keefe zwei Darstellungen des „klassischen“ Indiens, so wie es im Fernsehen dargestellt wurde. Hierbei konzentriert er sich auf die Rolle von Shanta Rao, die als meistgefilmte und meisfotografierte Repräsentantin des indischen Tanzes in der Zeit des kulturellen Kalten Kriegs gilt. Im zweiten Teil seines Vortrags wechselt Keefe die Perspektive und schwenkt auf mediale Repräsentationen in Indien um – sein Blick fällt auf die Indian Industries Fair, die 1955 in Neu-Delhi stattfand und einen amerikanischen Pavillon ausgestattet war, in dem ein komplett ausgestattetes Fernsehstudio und die Attrappe eines Kernreaktors ausgestellt wurden.

Im Rahmen der Konferenz Freedom in the Bush of Ghosts