Fr, 22. Juli 2016

Systema Solar | Estrellas de Carla

Systema Solar | © Velaquia Estudio

Systema Solar | © Velaquia Estudio

Cumbia Digital, basslastig und schweißtreibend – mit ihrem Sound bewegt sich die Formation aus dem karibischen Norden Kolumbiens zwischen weit voneinander entfernten Planeten: Ihre Songs sind inspiriert von traditioneller Cumbia von Volkshelden wie Pedro „Ramayá“ Beltrán genauso wie von den Picós, den kolumbianischen Soundsystems. Auch Space Funk à la Parliament oder das britische Free-Rave-Kollektiv Spiral Tribe nennen sie als Einflüsse. Die mitreißende Kreation aus afrokaribischen Rhythmen von Cumbia über Champeta bis Bullerengue, Raps und Turntablism, Hip-Hop- und elektronischen Beats nennen sie selbst „Verbenautika“ – zusammengesetzt aus „verbena“, dem kolumbianischen Begriff für Block Party, und der „Nautik“, die ihrem Navigieren zwischen den Kontinenten und den musikalischen Einflüssen entspricht. Live bringen sie diese Mischung zum Kochen!

www.systemasolar.com

Estrellas de Carla | Foto: Simone Scardovelli

Estrellas de Carla | Foto: Simone Scardovelli

Estrellas de Carla

Ist das Mambo oder Garagepunk? Estrellas de Carla interpretieren afrokaribische Klassiker von Beny Moré, Eddie Palmieri, Celia Cruz oder La Lupe lässig, puristisch und auf vergnügte Beatgitarren reduziert. So unverblümt der Miniatur-Mambo des Quartetts, so schillernd ist die Show von Sängerin und Kostümliebhaberin Carla Riveros Eißmann. Hamburg mit seinem Hafen zur Welt und reicher Gitarrenmusiktradition ist die geeignete Heimat für die Liebe des Quartetts zur Tanzwut auslösenden, synkopischen Rhythmik einerseits und für sein Punk-Selbstverständnis andererseits. Hier verdingen sich die Bandmitglieder ansonsten im Musiklabel-, Bar- oder Journalismusbetrieb und bezeichnen sich selbst folgerichtig als „die Mambo Kings des selbstoptimierungsmüden Prekariats“.

www.soundcloud.com/estrellasdecarla