Fr, 30. Oktober 2015

Art Studio – Studio Living

Wohnen und künstlerische Arbeit unter einem Dach

The Communal Villa in a Society of Syndicates | © Realism Working Group

The Communal Villa in a Society of Syndicates | © Realism Working Group

Fachgespräch und Podiumsdiskussion der Realism Working Group und des Atelierbeauftragten Berlin

Mit
Daniela Brahm (ExRotaprint), Silvia Carpaneto (Architektin), Mathias Heyden (Haben und Brauchen), Nikolaus Hirsch (Ko-Kurator Wohnungsfrage, HKW), Andreas Krüger (Belius Stiftung), Rolf Novy-Huy (Stiftung Trias), Florian Schmidt (Atelierbeauftragter bbk kulturwerk) Jessica Sehrt (Künstlerin), Jeronimo Voss (Künstler)

15-18 Uhr Werkstattgespräch
Wie wollen (wir) Künstler*innen leben, wohnen und arbeiten?
Welche Perspektiven bieten neue und bewährte Wohnmodelle? Künstler*innen und Expert*innen aus Architektur, Projektentwicklung und Stadtplanung diskutieren konkrete Wohnkonzepte und das Verhältnis von Leben und künstlerischem Arbeiten. Dabei stehen Themen wie Gemeinschaftlichkeit, Zukunftsvorsorge und Raumbedürfnisse im Mittelpunkt. Die Ergebnisse des Werkstattgesprächs und der anschließenden Podiumsdiskussion gehen in den Masterplan Art Studios 2020 des Atelierbeauftragten ein.
Begrenzte Teilnehmerzahl: Anmeldung bis 29.10.2015 erforderlich unter

19-21 Uhr Podiumsdiskussion
Wie kann Wohnen und Arbeiten unter einem Dach für Künstler*innen neu gedacht werden?
Architekt*innen, Künstler*innen und Vertreter*innen von Initiativen diskutieren die Ergebnisse des Werkstattgesprächs und die Perspektiven für neue Wohnprojekte für Künstler*innen.

Dass Wohnen und Arbeiten immer mehr unter einem Dach stattfinden ist eine vieldiskutiertes Entwicklung. Doch noch oft läuft die Kombination von Wohnen und Arbeiten unter dem Label Experiment. Hat sich das Verhältnis von Wohnen und Arbeiten im Leben von Künstler*innen gewandelt? Welche Erfahrungen mit Atelierwohnungen und Wohnprojekten gibt es? Wo steht die Förderung von Atelierwohnen in Berlin? Wie könnten zukünftige Modelle hinsichtlich Baulichkeit, Eigentumsart und Förderung aussehen? Welche Rolle in der Stadtentwicklungspolitik haben Wohnformen für Künstler*innen?

Für künstlerisches Arbeiten bestehen besondere Ansprüche an die Wohnform. Oft wird mit großformatigen Artefakten und speziellen Substanzen gearbeitet. Entsprechend genrespezifischer Arbeitsweisen sind die Raumbedürfnisse vielfältig. Aber auch das Lebensmodell ‚Künstler*in‘ ist vielfältig. Eine lange Tradition und neue Aktualität hat das Leben und Arbeiten in Gemeinschaft, sei es als Künstler*innengemeinschaft oder als familien- und arbeitsfreundliche Wohnform für Künstler*innen. Hinzu kommt der Bedarf nach Zukunftsvorsorge – zum einen für das Alter, zum anderen aufgrund veränderter Lebensbedingungen wie rasant steigenden Mieten.

Atelierwohnformen bieten hierfür Chancen, wenn Ansprüche an Raumtypen und Bezahlbarkeit umgesetzt werden können. Nach den Erhebungen des Atelierbüros des bbk kulturwerks würde ein Drittel der (Berliner) Künstler*innen gerne in einer Atelierwohnung leben. Jedoch bleibt das Angebot weit hinter dem Bedarf zurück. Die Veranstaltung geht der Frage nach ob und wie Wohnen und Arbeiten unter einem Dach für Künstler*innen neu gedacht werden kann und welche Perspektiven für neue Projekte bestehen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts Wohnungsfrage des HKW in Kooperation mit dem Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin GmbH. Art Studio – Studio Living wurde konzipiert von Florian Schmidt, Atlierbeauftragter für Berlin und Leiter des Atelierbüros im Kulturwerk des bbk berlin GmbH.