Mi, 09. Juli 2014

Graveola

Graveola | © Tamas Bodolay

Graveola | © Tamas Bodolay

BBC 3 nennt sie „neo-tropicalistas“, „21st century psychedelicists“ und noch lyrischer „twisted Samba breakout subversives“. Einfacher ausgedrückt: Graveola e o lixo polifônico – so ihr voller Name - klingen wie ein Konzeptalbum von The Mamas and the Papas, wenn die in Belo Horizonte statt in L.A. ihren Sehnsüchten mehrstimmigen Ausdruck verliehen hätten.

Bei seinem Start hat das Sextett auch Haushaltsgeräte in seinen Sound integriert, heute warten sie mit Sunshine-Pop-Harmonien, rockigen Riffs, kannibalisiertem Karneval und dem Hauch alter Vinyl-Klassiker auf. Graveola verweigern sich nicht nur musikalisch, sie sind auch „vocal critics“ von Korruption und Übernahme des Landes durch den Weltfußballverband. Nicht zufällig geben sie mit ihrer „einzigartig schrägen Indie-Ästhetik“ („Guardian“) Solidaritätskonzerte in Favelas.