Potosí-Prinzip – Archiv


Do, 29. April 2021 — So, 11. Juli 2021

Bild: Andreas Siekmann

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Welcher Zusammenhang besteht zwischen Extraktivismus und Inquisition? Der europäische Kapitalismus ist nicht denkbar ohne die Ausbeutung von Menschen und Natur in Lateinamerika während der Kolonialzeit. Die Stadt Potosí im heutigen Bolivien war, basierend auf Zwangsarbeit, vom 16. bis ins 18. Jahrhundert eines der wichtigsten Silberabbaugebiete der Welt – und emblematisch für die erste globale Wirtschaftsmacht. Potosí-Prinzip – Archiv knüpft dort an, wo die Ausstellung Das Potosí-Prinzip (2010-11) endete und fragt zehn Jahre später erneut: Wo ist heute das Prinzip der globalen Ausbeutung zu finden?

Die Ausstellung im April 2021 präsentiert das Potosí-Projektarchiv der Künstler*innen Alice Creischer und Andreas Siekmann. Dabei begreift es sich weniger als Dokumentation und Quellensammlung des Projektes, sondern fragt nach dessen blinden Flecken. Zugleich ist es eine Weiterführung der damaligen künstlerischen Praxis, barocken Gemälden aus Potosí und der Region La Paz zeitgenössische Neuproduktionen gegenüberzustellen.

Mit Beiträgen von Sonia Abian, Monika Baer, John Barker, Creando Mujeres, Matthijs de Bruijne, Stephan Dillemuth, Ines Doujak, Elvira Espejo, Leon Ferrari, Dimitry Gutov, Zhibin Lin, Eduardo Molinari, Stephan Mörsch, David Riff, Konstanze Schmitt, Christian von Borries und Markus Wörgötter.

Ein Projekt von Alice Creischer und Andreas Siekmann

Ausstellung und Begleitprogramm

29.04.–11.07.2021

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