Anthropocene River Campus: The Human Delta

10.–16.11.2019

River Campus | Creative Commons

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Im Mississippi-Delta scheinen sich die anthropozänen Verflechtungen, die entlang des gesamten Flusslaufs zu beobachten sind, zu verdichten. Hier wird mit gewaltigen Dammbauten versucht, die Strömungen und Sedimentablagerungen so zu steuern, dass New Orleans vor dem Untergang bewahrt wird. Hier liegen die Industriehäfen, die die Materialströme des Mississippi mit dem Weltmarkt verknüpfen. Hier überlagern sich auf engstem Raum Geschichten von Siedlung und Vertreibung, von den indigenen Kulturen über die Zeit der europäischen Kolonisierung und den „Black Atlantic“ bis hin zu den Verwerfungen durch Hurricane Katrina.

Vor diesem Hintergrund trägt der einwöchige Campus in New Orleans die Arbeitsergebnisse der fünf Field Stations zusammen. In Seminaren diskutieren Projektteilnehmer*innen und Initiativen vor Ort die dem Projekt zugrunde liegenden Forschungsfragen: Welchen Einfluss übt der Transport von Rohstoffen, Waren und Menschen auf das Flusssystem aus? Wie hat der Mensch den Fluss in seiner heutigen Gestalt hervorgebracht? Wie lässt sich am Mississippi das Zusammenspiel von menschlichen Interessen und ökologischen Problemlagen ablesen? Wie kann ein Gleichgewicht zwischen „natürlichen“ und „künstlichen“ Systemen hergestellt werden? Wem gehören Land und Wasser und wie sind diese Besitzverhältnisse entstanden?

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