Oft als Kanonenfutter verspottet, trugen die aus den Kolonien stammenden Truppen der Tirailleurs entscheidend zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus bei. Ihren häufig marginalisierten Geschichten widmet das Haus der Kulturen der Welt (HKW) ein umfangreiches Ausstellungs- und Forschungsprojekt. Es begreift die Tirailleurs als Avantgarde, nicht nur im militärischen Sinne, sondern auch politisch und kulturell, wie ihre Rolle in den dekolonialen Befreiungsbewegungen bezeugt.  

Die Ausstellung zeigt Werke von mehr als dreißig internationalen Künstler*innen verschiedener Generationen, darunter auch vierzehn neue Auftragsarbeiten. Außerdem werden Archivmaterialien, Forschungsergebnisse von fünf Kunsträumen und Kollektiven sowie Filmvorführungen präsentiert. All diese Beiträge unterstreichen die anhaltende Relevanz der Geschichte der Tirailleurs für Künstler*innen, Filmemacher*innen und kulturelle Akteur*innen.

Mit Werken von
Kader Attia, Yassine Balbzioui, Anguezomo Nzé Mba Bikoro, Kathleen Bomani, Halida Boughriet, Tiffany Chung, Binta Diaw, Godfried Donkor, Juan-Pedro Fabra Guemberena, Abrie Fourie, Othon Friesz, Pélagie Gbaguidi, Nadia Kaabi-Linke, Daniel Lind-Ramos, Mónica de Miranda, Oscar Ngu Atanga, Tuấn Andrew Nguyễn, Josèfa Ntjam, Mario Pfeifer, Slavs and Tatars, El Hadji Sy, Pascale Marthine Tayou, Dior Thiam, Barthélémy Toguo, Félix Vallotton, Francisco Vidal, Hana Yoo

Filmprogramm mit Beiträgen von
Rachid Bouchareb, Dalila Ennadre, Oumarou Ganda, Grégoire Georges-Picot, Idrissou Mora-Kpai, Kollo Daniel Sanou, Philip Scheffner, Ousmane Sembène & Thierno Faty Sow,  Tony T. & Rebecca Goldstone, Futuru C.L. Tsai, Mathieu Vadepied

Recherchen in Zusammenarbeit mit
Alice Yard, Port of Spain
Ancrages, Marseille
Cinémathèque de Tanger, Tanger
Hide and Seek Audiovisual Art, Taipei
Raw Material Company. Center for Art, Knowledge and Society, Dakar