Féminothèque
Bibliothek von Archive Books Souq, Edwige Dro und Ròt-Bò-Krik
Installation
Sa., 28.11.2026
12:00–23:59
Angie Stardust Foyer
Eintritt frei
Su., 29.11.2026
12:00–19:30
Angie Stardust Foyer
Eintritt frei
Die Installation Féminothèque ist vom Leben und Werk der Schwestern Nardal inspiriert. Ihr Haus in Clamart war während der 1920er- und 1930er-Jahre ein wichtiger Treffpunkt für Schwarze Intellektuelle, Schriftsteller*innen und Künstler*innen. Zu einer Zeit, in der die Stimmen Schwarzer Frauen sonst kaum Gehör fanden, schufen die Nardal-Schwestern mit ihrem literarischen Salon einen Raum für Gespräche, kulturellen Austausch und politische Reflexion. Im Rahmen dieser Zusammenkünfte kamen Menschen aus Afrika, der Karibik, den USA und Europa zusammen. Sie eröffneten einen Raum für den Austausch über Erfahrungen des Kolonialismus und der Vertreibung sowie Identität und Zugehörigkeit. Paulette Nardals schriftstellerisches und intellektuelles Schaffen sowie das Engagement der Schwestern bei La Revue du monde noir, einer Zeitschrift mit Schwerpunkt auf antikolonialen und antiimperialistischen Texten, legten den Grundstein für die theoretischen Überlegungen, die später die Négritude-Bewegung prägen sollten.
Die Féminothèque knüpft an dieses Vermächtnis an. Sie umfasst Bücher, Zines, Lyrik, Archive, Oral Historys und andere Medienformate, die gemeinsam mit dem Buchladen Archive Books Souq im Haus der Kulturen der Welt kuratiert wurden. Präsentiert werden unter anderem Veröffentlichungen des Verlags Ròt-Bò-Krik sowie Publikationen aus dem Bestand von 1949, einer von Edwige Dro gegründeten Bibliothek für Literatur von Frauen aus Afrika und der Schwarzen Welt.