Seit zwanzig Jahren gilt das Garifuna Collective als Instanz für die Bewahrung und Weiterentwicklung des reichen kulturellen Erbes der Garifuna, einer afrodiasporischen Community in Belize, Mittelamerika. Dabei wirkt das Kollektiv gleichermaßen in die Community hinein und in die Welt hinaus. Sie haben auf den großen Musikfestivals weltweit gespielt, sind in über dreißig Ländern aufgetreten, haben Preise wie den BBC World Music Award erhalten undzahlreiche erfolgreiche Alben produziert. Aus Anlass ihres zwanzigjährigen Bestehens ist das Garifuna Collective nun auf Welttournee unterwegs. Die Garifuna sind Nachfahren afrikanischer versklavter Menschen, die, vermutlich durch ein Schiffsunglück, im 17. Jahrhundert vor der Küste von St. Vincent strandeten. Zusammen mit den dort lebenden Indigenen Arawak gründeten sie auf der Insel freie, gerechte und wohlorganisierte Gemeinwesen, die den europäischen Kolonialmächten über ein Jahrhundert lang widerstehen konnten, bis die Briten sie im 18. Jahrhundert schließlich auf das mittelamerikanische Festland vertrieben, wo sie sich an den Küsten von Honduras, Belize, Guatemala und Nicaragua niederließen. Bis heute bewahren die Garifuna ihre eigene Sprache, Musik und Kultur, die auch in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen worden sind.