Trotz des Engagements auf institutioneller und gesellschaftlicher Ebene wird Behinderung in Indonesien weiterhin stigmatisiert, medizinisiert und mit Mitleid oder Ausgrenzung begegnet. Während rechtliche, akademische und soziale Maßnahmen versucht haben, diese Wahrnehmungen in Frage zu stellen, haben künstlerische Praktiken eine besondere Rolle dabei gespielt, zu strukturellem Wandel beizutragen. Die Archiv- und Gegenarchiv-Ausstellung Menaut Waktu. Merekam Jejak. (Threading Time. Archiving Traces.), kuratiert von Jay Afrisando, Ba(WA)yang Production, Teater Braille und Sedikit Terlibat, untersucht, wie Behinderung in Indonesien von der vorkolonialen Zeit über die Unabhängigkeit bis zur Gegenwart verstanden und dargestellt wurde. (Threading Time. Archiving Traces.), initiert von Jay Afrisando in kollaboration mit Ba(WA)yang Production, Teater Braille und Sedikit Terlibat, SAPDA und Sedikit Terlibat, untersucht, wie Behinderung in Indonesien von der vorkolonialen Zeit über die Unabhängigkeit bis zur Gegenwart verstanden und dargestellt wurde.