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School of Quilombismo: Crip Epistemologies

heimaten

13.–15. November 2026

Crip Epistemologies ist ein wichtiges Programm für Dialog, Bildung und Kreativität, das sich auf die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen, Tauben, neurodiversen und kranken Menschen, insbesondere im deutschen Kulturkontext, konzentriert. Die Initiative macht die oft übersehenen Stimmen von Künstler*innen und Aktivist*innen mit Behinderung sichtbar, verbindet ihre Perspektiven miteinander und feiert sie als eigenständige kulturelle Praxis. So wirkt sie vorherrschenden ableistischen Narrativen entgegen, die Behinderungen marginalisieren. 

Das von Kate Brehme mitkuratierte Programm wird von Menschen mit Behinderung geleitet und umfasst als vierter Teil des HKW-Projekts School of Quilombismo Workshops, Vorträge und Interventionen, die eine intensive Auseinandersetzung mit der Produktion, dem Austausch und der Archivierung von Crip-Wissen fördern. Das Wort „Crip“ leitet sich von einem abwertenden Begriff ab, der historisch zur Beschreibung von Menschen mit Behinderung verwendet wurde und von vielen Mitgliedern der Community international wiederangeeignet wird, um Behinderung als positives Identitätsmerkmal neu zu positionieren. Crip Epistemologies versucht, die Politik dessen zu erforschen, was Claire Cunningham als „Crip sein“ und „Cripping“ bezeichnet, und setzt dabei einen besonderen Fokus auf die komplexen Schnittstellen von Behinderung, race, Geschlecht und Sexualität in Deutschland und darüber hinaus.